1. Saarland
  2. Blick zum Nachbarn
  3. Rheinland-Pfalz

Auf den Spuren der Reformation in der nahen Pfalz

Auf den Spuren der Reformation in der nahen Pfalz

(red) Unter dem Titel "Neuer Himmel. Neue Erde. Die Reformation in der Pfalz" lädt die Katholische Erwachsenenbildung Saarpfalz (KEB) am Samstag, 6. Mai, zu einer Führung in der Alexanderskirche und dem anschließenden Besuch der Sonderausstellung im Stadtmuseum Zweibrücken ein. Die Leitung hat Bernhard Bonkhoff. Die Ausstellung setzt ihren Fokus auf ein Kernland des Protestantismus: die Pfalz. Die Reichstage von Worms (1521) und Speyer (1529) waren bedeutende Etappen der Reformationsgeschichte. 1522 feierten Anhänger von Luthers Lehre auf der Ebernburg, wo ihnen Franz von Sickingen in seiner "Herberge der Gerechtigkeit" Schutz bot, den ersten protestantischen Gottesdienst in der Pfalz.

Im gleichen Jahr begründete Martin Butzer die erste evangelische Pfarrei im westpfälzischen Landstuhl. Sein Mitstreiter Johann Schwebel predigte seit April 1523 in der Zweibrücker Alexanderkirche in deutscher Sprache. Bereits 1533 wurde in Pfalz-Zweibrücken mit dem Aufbau einer protestantischen Landeskirche begonnen. Der Protestantismus forderte, dass jeder Christ selbst die Bibel lesen sollte.

Der Ausbau des staatlichen Schulwesens wurde zur Pflicht jedes evangelischen Landesherrn. In der Alphabetisierung waren evangelische Regionen lange Vorreiter. Sie war der Schlüssel zum gesellschaftlichen Aufstieg und wirtschaftlichem Erfolg. Die Ausstellung mit ihren wertvollen Exponaten gibt Erklärungen für die Entstehung der heutigen Kirchenlandschaft und regt zum Nachdenken über die Kirche der Zukunft an. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr an der Alexanderskirche (Alexanderstraße) in Zweibrücken. (Parkmöglichkeit: Von-Rosen-Straße). Die Kosten betragen 8 Euro (inklusive Eintritt und Führungen).

Info und Anmeldung bei der KEB, Tel. (0 68 94) 9 63 05 16 oder E-Mail: kebsaarpfalz@aol.com