Anti-Doping-Zentrale der Ermittler künftig in Zweibrücken?

Mainz/Zweibrücken · Das Mainzer Justizministerium hält die Einrichtung einer landesweiten Zentralstelle für den Kampf gegen Doping grundsätzlich für sinnvoll. Das hieße, dass künftig eine einzige Staatsanwaltschaft für alle Verfahren in Rheinland-Pfalz, die das neue Anti-Doping-Gesetz betreffen, zuständig wäre. Ein solches Modell hatte der Zweibrücker Generalstaatsanwalt Horst Hund ins Gespräch gebracht. Er sprach sich dafür aus, die Zentralstelle in Zweibrücken anzusiedeln. Würden die Fälle weiter dezentral behandelt, hätte das den Nachteil, dass die zuständigen Staatsanwälte zu wenige praktische Erfahrungen im Umgang mit dem Anti-Doping-Gesetz sammeln können. Denn laut Hund sind für Rheinland-Pfalz allenfalls fünf bis zehn Fälle pro Jahr realistisch. Landen die alle an ein und der selben Stelle, könne man dort seinen Erfahrungsschatz erweitern. Das neue Anti-Doping-Gesetz sieht erstmals vor, dass Leistungssportler, die sich selbst dopen, strafrechtlich verfolgt werden können. Es drohen sogar Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren.

Mit Blick darauf, dass die Bearbeitung dieser Strafverfahren Spezialkenntnisse erfordere, ergebe eine Konzentration Sinn, so Ministeriumssprecherin Angelika Feils. "Ob eine landesweite Konzentration die Nachteile - wie beispielsweise etwaige längere Fahrtzeiten von Prozessbeteiligten - im Ergebnis überwiegen, wird derzeit geprüft."

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