Altes Hangmoor soll wieder Wasser führen

(red) 75 Ehrenamtliche sind bis zu 1. Juli im Einsatz für das Bergwaldpojekt, die Wiedervernässung eines Hangmoors im Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Die 75 Freiwilligen aus ganz Deutschland führen dabei verschiedene Arbeiten durch, um ein Hangmoor zu renaturieren und dieses Ökosystem näher kennenzulernen.

In Kooperation des Bergwaldprojekts der Stiftung für Natur und Umwelt und dem Nationalpark Hunsrück-Hochwald werden die Teilnehmer an der Wiedervernässung des über Jahrzehnte von Entwässerungsgräben stark gestörten Hangmoors mitarbeiten. Unter der Anleitung der Projektleiter Lutz Rohland und Hendrik von Riewel werden die alten Entwässerungsgräben verfüllt und mit Spundwänden aus Douglasie verschlossen.

Neben der Arbeit ist jeweils auch eine Exkursion vorgesehen, um die vielfältigen Aspekte des Ökosystems Moor näher zu beleuchten und dessen Bedeutung für den Menschen zu verstehen. Ein Anliegen dieses Einsatzes ist es, den Schutz der Artenvielfalt und des Klimas zu vermitteln: ,,Moore sind nicht nur wichtige Rückzugsräume für seltene Tier- und Pflanzenarten", erklärt Jan Hoffmann, Projektleiter der Stiftung Natur und Umwelt, ,,sondern auch Wasser- und Kohlenstoffspeicher." Im naturnahen Zustand bilden Moore dauerhafte Kohlenstoffsenken - im degradierten Zustand sind Moore allerdings Quellen für Treibhausgase.

Ihr Schutz sei deshalb vorsorgender Klimaschutz. ,,Die Freiwilligen der Einsatzwochen bei Birkenfeld leisten einen persönlichen Beitrag zur Wiedervernässung eines Hangmoors und lernen dabei dieses faszinierende Ökosystem näher kennen", so Lutz Rohland, Projektleiter beim Bergwaldprojekt.