Alle Brandlöscher bleiben an Bord

Bei einer Fusion der Verbandsgemeinden Saarburg und Kell am See sollen alle 47 Feuerwehren erhalten bleiben.

Die Lenkungsgruppe zu den Fusionsgesprächen der Verbandsgemeinden Saarburg und Kell am See hat aktuell Beschlüsse zu den Themen Feuerwehr sowie Wasser-/Abwasserwerke und Gebühren gefasst. Die Kommunen haben darüber in einer gemeinsamen Pressemitteilung informiert.

Die Lenkungsgruppe hat sich zum dritten Mal getroffen, diesmal im Keller Feuerwehrgerätehaus. Die Gruppe besteht aus den Bürgermeistern Jürgen Dixius und Martin Alten, den Beigeordneten, je zwei Vertretern pro Fraktion, Verwaltungsfachleuten sowie externen Experten. Sie trifft sich alle vier Wochen zu wechselnden Themen, noch in diesem Jahr soll eine Entscheidung in Sachen Fusion fallen.

Im Fall einer Fusion sollen alle Wehren in den Verbandsgemeinden Kell (dort sind es 13) und Saarburg (34) erhalten bleiben. Dafür hat sich die Lenkungsgruppe laut Susanne Rendenbach, Pressesprecherin der VG Saarburg, ausgesprochen.

Dies geschehe nicht allein wegen ihrer originären Aufgabe, also retten, löschen, bergen und schützen. Beide Verwaltungschefs haben laut Rendenbach betont, dass die Wehren in den Ortsgemeinden eine wichtige kulturelle und gesellschaftliche Rolle spielten und nahezu keine Veranstaltung ohne ihre Unterstützung denkbar sei. Die Lenkungsgruppe hat laut Pressemitteilung ebenfalls beschlossen, nach einem Zusammenschluss der Kommunen eine neue Wehrleitung zu wählen, die aus einem hauptverantwortlichen Wehrleiter und drei Stellvertretern besteht. Das Gremium legte fest, dass eine neue Wehrleitung erst nach einer angemessenen Orientierungsphase zu wählen sei.

Einig ist sich die Lenkungsgruppe zudem, die Atemschutzwerkstätten, die in beiden Verbandsgemeinden erst vor kurzer Zeit in Betrieb genommen worden sind, sowie die Feuerwehreinsatzzentralen wie bisher beizubehalten.

Die Verwaltung und das Beschaffungswesen sollen in der Verwaltung an einer Stelle zusammengeführt, die Aufwandsentschädigungen für die ehrenamtlichen Wehrleute vereinheitlicht werden. Außerdem sollen die Wehrleitungen eine gemeinsame Alarm- und Ausrückordnung erarbeiten.

Zum Thema Wasser- und Abwasserwerke waren sich die Lenkungsgruppen-Mitglieder laut Rendenbach einig, dass keine VG durch eine Fusion benachteiligt werden dürfe. Bürgermeister Martin Alten erinnerte daran, "dass es eine Prämisse war, dass die Kosten für die Bürger nicht steigen dürfen".

Die Lenkungsgruppe fasste den Beschluss, die Werke im Hinblick auf eine Fusion so aufzustellen, "dass die Gebühren und Entgelte für Saarburg fusionsbedingt nicht steigen und sie für Kell mindestens stabil bleiben oder möglicherweise gesenkt werden können". Zuvor hatte das für beide Werke zuständige Wirtschaftsprüfungsunternehmen eine Prognose zu den Auswirkungen einer Fusion auf die Gebühren und Beiträge präsentiert. Die beiden Werke sollten nun prüfen, wo Synergie-Effekte nutzbar seien und welche Einsparpotenziale es gebe, hieß es. Es soll zudem geprüft werden, ob es eine Option ist, die Abrechnungseinheiten getrennt zu bewirtschaften.

Darüber hinaus sollen Vor- und Nachteile verschiedener Betriebsformen wie Eigenbetrieb und GmbH ausgearbeitet werden. Das Thema Wasser/Abwasser wird die Lenkungsgruppe im Mai erneut behandeln.

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