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AfD-Tagung auf Hambacher Schloss erhitzt Gemüter

AfD-Tagung auf Hambacher Schloss erhitzt Gemüter

Begleitet von Protesten hat auf dem Hambacher Schloss die rheinland-pfälzische AfD-Landtagsfraktion mit der Bundesvorsitzenden Frauke Petry am Freitag über die künftige Arbeit der Partei beraten. Fraktionschef Uwe Junge sagte, seine Partei wolle das Hambacher Schloss, das als bedeutendes Symbol der deutschen Demokratiebewegung gilt, als Veranstaltungsort nutzen, "um unsere Verbundenheit zu Rheinland-Pfalz, zu Deutschland und zur freiheitlichen Grundordnung zu unterstreichen."

Etwa 200 Demonstranten protestierten unter dem Motto "Harmonie statt Parolen - keine rechtspopulistische Hetze in Neustadt" gegen die AfD. "Es ist wichtig, dass die Menschen erkennen: Die AfD ist keine Partei wie jede andere. Sie schürt Ängste und fördert Ausgrenzung", sagte Rüdiger Stein vom Bündnis gegen Rechts. Petry räumte ein, dass die Proteste "nicht spurlos an einem vorbeigehen". Solange die Kundgebungen aber friedlich blieben, "müssen wir als Politiker das aushalten, sagte sie. Der frühere rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD ) wertete die Tagung der AfD auf dem Hambacher Schloss als Provokation. Er sei für eine "gelassene Reaktion, aber auch eine klare Position", sagte Beck dem Radiosender SWRinfo. Wie Beck begrüßten auch die Grünen die Proteste der Gegendemonstranten . Die AfD missbrauche das Schloss und sei dort fehl am Platz, erklärten sie.