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Corona-Krise in der Großregion: 128 neue Corona-Fälle in Luxemburg – Notstand auf drei Monate verlängert

Corona-Krise in der Großregion : 128 neue Corona-Fälle in Luxemburg – Notstand auf drei Monate verlängert

Aktuelle Angaben des Gesundheitsministeriums zeigen: In Luxemburg gibt es mehr im Vergleich zum Samstag mehr als 100 neue Corona-Fälle. Die gute Nachricht: Es gibt keine neuen Todesfälle – anders als am Samstag.

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Luxemburg steigt weiter. Wie das Gesundheitsministerium des Großherzogtums am Sonntagmorgen bekanntgab, sind seit Samstag 128 neue Infektionen bestätigt worden.

Damit steigt die Gesamtzahl der Infizierten auf 798. Von Freitag auf Samstag war die Zahl von 484 auf 670 gestiegen. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Im Vergleich zum Samstag vermeldet Luxemburg keine neuen Todesfälle. Solche hatte es von Freitag auf Samstag geben, als die Gesamtzahl von fünf auf acht stieg.

Wie die Zeitung „l’essentiel“ berichtet, will die luxemburgische Ministerin Paulette Lenert (LSAP) am Nachmittag erneut vor die Kameras treten, um die Öffentlichkeit über die aktuelle Lage zu informieren. Aufgrund der weiterhin angespannten Lage im Großherzogtum hat das Parlament den Notstand am Samstag auf drei Monate verlängert. Dies wurde von den Abgeordneten einstimmig entschieden.

Am Mittwoch hatte der luxemburgische Premierminister Xaver Bettel den Notstand für das Großherzogtum ausgerufen. Diese Maßnahme ermächtigt die Regierung im Krisenfall Entscheidungen zu treffen, die sofort in Kraft treten. Dieser Notstand galt laut Verfassung zunächst für zehn Tage, weswegen die Verlängerung notwendig geworden war.

In Luxemburg gelten seit dieser Woche Ausgangsbeschränkungen. Um die sozialen Kontakte weitestgehend einzuschränken, ist es den Bürgern nur noch erlaubt, beim Weg zur Arbeitsstelle, für dringende Arzttermine, für den Einkauf von Lebensmitteln und bei höherer Gewalt das Haus zu verlassen. Wer auf den Straßen unterwegs ist, ohne dafür einen guten Grund zu haben, wird mit einer Geldbuße von 145 Euro verwarnt (volksfreund.de berichtete).

Auch Situation in der luxemburgischen und saarländischen Nachbarregion Grand Est wird immer dramatischer. Laut dem aktuellen Stand der regionalen Gesundheitsbehörde ARS sind dort mittlerweile 230 Menschen an den Folgen der Corona-Infektion gestorben. Einen Bericht zur Situation im Grand Est, die sich immer weiter zuspitzt, lesen Sie hier.