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Reform der Pfarreien in Trier: Gespräche über Großpfarreien in Rom geplant

Katholische Kirche : Prüfung der XXL-Pfarreien weit fortgeschritten

Bei der geplanten Pfarreienreform im Bistum Trier geht es voran. Die Prüfung der Umsetzung der Synodenergebnisse zur Pfarreienreform sind nach Ansicht der römischen Kleruskongregation und des Päpstlichen Rats für die Gesetzestexte weit fortgeschritten. Dies hat Bischof Stephan Ackermann auf Nachfrage vom Präfekten der Kleruskongregation, Beniamino Kardinal Stella, erfahren. Nun kann es weitergehen.

Im nächsten Schritt, soll ein Gesprächstermin in Rom vereinbart werden. Auch habe der Präfekt dem Bischof signalisiert, im Vorfeld des Gesprächs zentrale Punkte der Prüfung zu benennen, damit eine Vorbereitung auf das Gespräch möglich ist.

Die römische Kleruskongregation hatte im November 2019 nach mehreren Beschwerden das Synodengesetz ausgesetzt. Damit liegt die Strukturreform des Bistums derzeit auf Eis. Ursprünglich sollten Anfang Januar die ersten 15 von insgesamt 35 im Bistum geplanten Großpfarreien an den Start gehen. Die übrigen 20 XXL-Pfarreien sollten ein Jahr später folgen.

Gegen das Gesetz über die neuen Großpfarreien hatten die bistumskritische Initiative Kirchengemeinde vor Ort und die Priestergemeinschaft Unio Apostolica Klage eingereicht. Die Priestergemeinschaft kritisiert vor allem die geplante Leitungsstruktur und die Position der Priester in den geplanten Großpfarreien. Weil diese von einem Team aus einem Pfarrer und zwei Laien geleitet werden sollen, werde die kirchenrechtlich vorgesehene Leitungsvollmacht der Pfarrer eingeschränkt.

Der Trierer Bischof hatte die Reform mehrfach verteidigt. Es gehe nicht nur um eine Reform von Strukturen, „wir wollen eine Kirche, die stärker missionarisch und diakonisch ausgerichtet ist“, sagte Ackermann.