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REC Group will Module für Photovoltaik in Hambach bauen und 2000 Jobs schaffen

Neue Ansiedlung in Lothringen : REC plant Fabrik für Photovoltaik-Module in Hambach

Ab dem Jahr 2025 will das Unternehmen am grenznahen Standort neun Millionen Solar-Module jährlich produzieren.

Durch den Verkauf von Smartville durch Daimler bangten in den vergangenen Monaten im lothringischen Hambach viele Menschen um ihre Jobs. Nun könnte eine neue Ansiedlung der Region wieder Aufschwung geben. REC Solar France, die französische Tochtergesellschaft der in Norwegen ansässigen REC Group, will auf dem Gewerbegebiet Europôle II eine Produktionsstätte für Photovoltaik-Module bauen.

Das Projekt ist in zwei Phasen gegliedert. Bis 2022 will REC zunächst 681 Millionen Euro investieren, um in Hambach bis zu 4,5 Millionen Module jährlich zu produzieren. Bis 2025 und nach Abschluss der zweiten Projektphase soll diese Zahl auf neun Millionen pro Jahr steigen. Dafür beabsichtigt REC nach eigenen Angaben mehr als 2000 Stellen am Standort in Hambach zu schaffen.

Die neue Fabrik soll eine Fläche von knapp 148 000 Quadratmetern umfassen. Mit diesem Vorhaben führe REC „seine lange Geschichte in Europa hinsichtlich der Produktion und des Vertriebs von Solartechnologie fort. Zusätzlich zu seinen Siliziumproduktionsstätten in Norwegen stellt die REC-Gruppe jährlich vier Millionen hochwertige Solarmodule ihrer modernen Fabrik in Singapur her“, teilt das Unternehmen mit.

Bevor das Projekt aber tatsächlich umgesetzt wird, muss das Genehmigungsverfahren abgeschlossen werden. Eine erste Hürde hat REC aber bereits genommen: Eine öffentliche Anhörung zum Projekt wurde von den französischen Behörden zugelassen. Diese findet zwischen dem 14. Dezember und dem 8. Februar statt. Die Verwaltungen und die Bürger aus 41 französischen Gemeinden und Dörfern rund um Hambach können sich daran beteiligen. Aufgrund der besonderen Corona-Lage ist es nicht ausgeschlossen, dass einige der Informationsveranstaltungen online mit Live-Stream stattfinden.

Der Verlauf der öffentlichen Anhörung wird für das Projekt im Département Moselle entscheidend. „Für uns bei REC ist es wichtig, den Begriff ‚vorläufig‘ in Bezug auf dieses Projekt zu betonen. In Anbetracht der Größe des Projektes sowie der Investition wurden bereits viele Studien und Evaluierungen durchgeführt“, sagt Cemil Seber, Geschäftsführer der REC Solar. „Dennoch müssen noch einige wichtige Schritte unternommen werden, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen werden kann – dazu gehören strategische Überlegungen ebenso wie die behördliche Genehmigung.“ Wird das Projekt genehmigt, sollen die Bauarbeiten im Juni starten.

Mehr Infos zum Projekt und zum Genehmigungsverfahren (auf Französisch):

www.concertation.projetrec.fr