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Pilot stirbt bei Absturz eines Ultraleichtflugzeugs in der Vulkaneifel

Untersuchungen dauern an : Pilot stirbt bei Absturz eines Ultraleichtflugzeugs in der Vulkaneifel

Beim Absturz eines Ultraleichtflugzeugs am Sonntagmittag in Mehren (Vulkaneifelkreis) ist der 59 Jahre alte Pilot, der aus Zweibrücken stammt, ums Leben gekommen. Der Copilot aus dem Kreis Kusel wurde schwer verletzt. Die Untersuchungen zur Ursache des Unglücks werde noch eine Weile andauern.

Wie die Polizei Daun mitteilte, geriet das einmotorige Ultraleichtflugzeug gegen 11.50 Uhr beim Landeanflug auf den Flugplatz Senheld bei Mehren über die Landebahn hinaus und verunglückte auf einer Wiese. Dabei fing das Flugzeug Feuer. Der 59 Jahre alte Pilot aus Zweibrücken starb noch an der Unfallstelle. Der 60-jährige Copilot aus dem Kreis Kusel wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die Absturzursache ist noch unbekannt. Die Ermittlungen dauern an. Das Wrack ist inzwischen abtranspotiert worden. Heute entscheidet sich, ob zur Klärung des Unfalls noch Experten des Luftfahrt-Bundesamts aus Braunschweig hinzugezogen werden. Laut Polizei wird der Leichnam des Piloten obduziert, um Erkenntnisse über eine eventuelle medizinische Ursache des Absturzes zu erhalten.

Peter Hommes, Geschäftsführer des Segelflugvereins Vulkaneifel, sagte am Tag danach: „Die Kollegen, die das Unglück miterlebt haben und als eine der ersten an der Unglücksstelle waren, haben an dem Vorfall ganz schön zu knabbern.“ Die Bedingungen seien zum Zeitpunkt des Unglücks aber aus seiner Sicht „völlig unbedenklich“ gewesen. „Es herrschte gute Sicht und es gab keinen Querwind“, so Hommes. Seiner Einschätzung nach und der der Vereinskollegen sei das Flugzeug „viel zu schnell angeflogen, dann gab es eine lange Bremsspur, und danach hat der Pilot zu spät Gas gegeben, um durchzustarten“. Die auf dem Flugplatz Senheld ausgebildeten Piloten würden das Durchstarten „einmal im Jahr mit einem erfahrenen Fluglehrer trainieren“, so Hommes. Der Flugplatz auf dem vulkanischen Bergrücken Senheld oberhalb der Dauner Maare gilt wegen der nur 480 Meter langen Landebahn und den oftmals schwierigen Windverhältnissen unter Piloten als anspruchsvoll.