Narren wollen Streit um Prinzessinnenpaar beilegen

Narren wollen Streit um Prinzessinnenpaar beilegen

Im Streit um den Ausschluss eines lesbischen Paares von der Wahl zum saarländischen Prinzenpaar des Jahres haben beide Seiten eine Aussprache zur Klärung des Konflikts vereinbart. „Wir wollen nach den Vorwürfen auf die sachliche Ebene zurückkehren und hatten dazu auch bereits ein erstes Gespräch“, sagte Stefan Jung von der Karnevalsgesellschaft Die Rebläuse e.V. in Kleinblittersdorf am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

„Wir wollten nie die Tür zustoßen, sondern eine Diskussion anregen“, betonte Jung.

Der Präsident vom Verband Saarländischer Karnevalsvereine, Hans-Werner Strauß, sagte, beide Seiten hätten für Freitagnachmittag ein Treffen vereinbart, um zusammen eine Lösung zu finden. Er sei sicher, dass dies gelinge werde. Wenn man das Regelwerk ändern und künftig auch gleichgeschlechtliche Paare zur Wahl zulassen wolle, könne man das für die kommenden Jahre anstreben. „Das geht nicht so schnell. Das muss im Rahmen einer Jahreshauptversammlung (des Verbandes) gemacht werden“, sagte Strauß.

Die Rebläuse e.V. hatten am Mittwoch mitgeteilt, dass ihr Prinzessinnenpaar Heike II. und Ute I. von der Wahl zum Prinzenpaar des Jahres am 26. Januar ausgeschlossen sei. Der Verein werde „diese homophobe Regelung und diese Ausgrenzung“ aber nicht dulden. Der in die Kritik geratene Verband wies die Unterstellung einer homophoben Haltung klar zurück. „Wir verwahren uns dagegen“, sagte Präsident Strauß. „Wir haben eine lange Tradition. Und wir sind offen.“

Das Prinzessinnenpaar Heike II. und Ute I. habe sich unabhängig von der Entwicklung des Streits entschlossen, mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zu der Veranstaltung am 26. Januar in Riegelsberg zu gehen, sagte Jung. „Die Aufmerksamkeit wäre dann wegen des Konflikts wohl allein auf das Paar gerichtet, und das wäre unfair gegenüber den anderen Paaren.“ Das Paar sei aber eingeladen, dabei zu sein, sagte Strauß.

Die Rebläuse

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