Millionenprogramm zum Schutz vor häuslicher Gewalt

Millionenprogramm zum Schutz vor häuslicher Gewalt

Frauen sollen in Deutschland besser vor Angriffen und häuslicher Gewalt geschützt werden. In den kommenden Jahren will der Bund 120 Millionen Euro zur Verfügung stellen, um die Hilfsangebote für Betroffene auszubauen.

Familienministerin Franziska Giffey (SPD) sowie Vertreter von Ländern und Kommunen haben am Montag in Berlin Details des entsprechenden Programms „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ vorgelegt.

„Jede dritte Frau in Deutschland wurde bereits Opfer von körperlicher oder sexualisierter Gewalt“, sagte die rheinland-pfälzische Frauenministerin Anne Spiegel (Grüne). Noch immer fänden nicht alle Frauen die Unterstützung, die sie benötigten. Bund, Länder und Kommunen wollen über ihr Programm das Thema Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt auch verstärkt in die Öffentlichkeit tragen, um betroffene Frauen besser über Hilfsangebote zu informieren.

Das Geld aus dem Programm ist für den Aus-, Um- und Neubau von Frauenhäusern und Beratungsstellen gedacht. Nach Angaben der Ministerin gibt es etwa 350 Frauenhäuser in Deutschland, in denen Betroffene Zuflucht suchen können. Die seien sehr unterschiedlich verteilt, sagte sie am Montag. Es gebe teilweise weiße Flecken, gerade in den ländlichen Gebieten. Die Lücken müssten geschlossen werden. „Gewalt gegen Frauen darf niemals die Oberhand gewinnen. Jede Frau in einer Notsituation muss schnelle Hilfe und Unterstützung bekommen“, sagte Giffey.

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