1. Saarland
  2. Blick zum Nachbarn

Mainz-Coach Svensson will beim BVB mutig sein

Mainz-Coach Svensson will beim BVB mutig sein

Courage statt Angst: Der neue Mainzer Trainer Bo Svensson weiß um die Schwere der Aufgabe des Tabellenletzten bei Borussia Dortmund. Dennoch fordert er seine Spieler auf, mutig zu sein und gegen Erling Haaland und Co. zu bestehen.

Der neue Mainzer Bo Svensson macht sich nicht all zu viele Illusionen, bei Borussia Dortmund am Samstag (15.30 Uhr/Sky) einen Befreiungsschlag zu schaffen. „Um dort erfolgreich sein zu wollen, müssen einige Sachen zusammenkommen, sagte der Däne am Donnerstag vor seiner zweiten Partie als Cheftrainer des Bundesliga-Tabellenletzten. „Der richtige taktische Plan, die richtigen Spieler auf dem Feld, und die müssen einen guten Tag haben. Und dann bleibt es die Aufgabe, eine konstante Leistung über 90 Minuten zu bringen.“

Zuletzt hatten starke 50 Minuten dem FSV Mainz 05 beim FC Bayern (2:5) und eine gute zweite Halbzeit gegen Eintracht Frankfurt (0:2) nicht gereicht, um in den beiden Spielen nach der Freistellung von Trainer Jan-Moritz Lichte zu punkten. Einfacher wird es beim BVB nicht.

Für den Dänen gibt es grundsätzlich zwei Herangehensweisen gegen einen solchen vermeintlich übermächtigen Gegner. Die vorsichtig-ängstliche: „Müssen wir da und da und da aufpassen?“ Also beispielsweise auf einen Ausnahmestürmer wie Erling Haaland, den man nur im Verbund ausschalten könne. „Und das gilt nicht nur für ihn“, sagte Svensson. „Ich könnte alle Dortmunder Offensivspieler nennen, auch diejenigen, die auf der Bank sitzen.“ Und die selbstbewusst-mutige: „Versucht man, den Moment zu nutzen, um sich auf der großen Bühne zu zeigen und gegen die großen Spieler zu bestehen?“

Welche Variante der Mainzer Coach bevorzugt, ist klar. „Wir müssen und auf unsere Stärken fokussieren und gucken, womit wir den Dortmundern wehtun können“, forderte er. Die Schlüssel, um den BVB vor Probleme zu stellen, seien Zweikampf- und Umschaltverhalten. Über das dafür nötige Personal verfüge der Kader. Wichtig sei, dass alle Akteure versuchten, die gleiche Idee umzusetzen. „Wir wollen Akzente setzen und unsere Chance sehen. Das wird nicht funktionieren, wenn wir als elf Einzelspieler auftreten.“ Daran werde auch in dieser Woche hart gearbeitet. „Es wird Zeit brauchen, die Art, wie wir spielen wollen, zu verinnerlichen, aber die Jungs haben im Training einen guten Eindruck hinterlassen“, meinte der 41-Jährige. Die Eindrücke beflügelten die Hoffnung, ein gutes Spiel zu machen.

Im ersten Spiel vor einer Woche gegen Frankfurt unter seiner Regie sei er mit der Art und Weise des Auftretens in der zweiten Halbzeit einverstanden gewesen. Viele Dinge müssten allerdings besser werden. „Wir sind gut angelaufen und haben die Räume teilweise sehr eng gemacht, und trotzdem ist der Gegner rausgekommen“, sagte Svensson. „Also müssen wir noch konsequenter sein.“ Die schönsten Ballgewinne im Mittelfeld würden nichts nutzen, wenn das Umschaltspiel zu unsauber gerate.

Nicht zur Verfügung stehen wird den Mainzern Edimilson Fernandes. Der Schweizer war vorigen Freitag positiv auf Corona getestet worden - zum zweiten Mal, nachdem er bereits im Frühjahr mehrere Wochen wegen Covid-19 in Quarantäne verbracht hatte. Fraglich ist der Einsatz von Innenverteidiger Jeremiah St. Juste, der sich im Training eine muskuläre Verletzung zugezogen hat.

Kader FSV Mainz

Tabelle

Spielplan