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Luxemburg will gesamte Bevölkerung auf Coronavirus tsesten

Kostenpflichtiger Inhalt: Corona-Epidemie in der Großregion : Luxemburg will alle Bürger testen – Zahl der Toten in Grand Est steigt weiter

In der Grenzregion Grand Est sind bisher 4186 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Zur Vermeidung einer zweiten Welle hat Luxemburg einen ehrgeizigen Plan.

Mit bis zu 20 000 Tests täglich will Luxemburg ab dem 19. Mai seine gesamte Bevölkerung auf Covid-19 testen lassen. Das haben Gesundheitsministerin Paulette Lennert und Forschungsminister Claude Meisch bei einer Pressekonferenz mitgeteilt. Die Tests erfolgen auf freiwilliger Basis, sollen aber helfen, eine zweite Welle zu vermeiden.

Als erste Gruppe haben Schüler und Lehrer die Möglichkeit, sich bereits jetzt testen zu lassen, bevor sie ab nächster Woche wieder in die Schule einkehren. Laut Meisch wird das Großherzogtum 40 Millionen Euro investieren, damit alle Bürger, die es wünschen, sich auf das Coronavirus testen lassen können.

Somit sollen die Infektionsketten schneller nachverfolgt werden, mögliche Kontaktpersonen in Quarantäne sofort getestet werden. Laut UIf Nehrbass, Leiter der Covid-Task Force in Luxemburg und Direktor des Luxembourg Institute of Health, soll es auch Überlegungen geben, Grenzgängern eine Test-Möglichkeit anzubieten. Viele der Pendler nach Luxemburg kommen aus der französischen Nachbarregion Grand Est.

Dort steigt die Zahl der Menschen weiterhin, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind. 4186 Todesfälle wurden bis heute verzeichnet, 2779 in den Krankenhäusern, 1407 in Altenheimen. Die Zahl der Menschen, die wegen einer Corona-Infektion in die Kliniken eingewiesen werden, ist weiterhin rückläufig. 4226 Patienten werden zur Stunde noch stationär behandelt, 625 von ihnen auf der Intensivstation.

Im Département Moselle mit Grenze zum Saarland sind 635 Menschen in den Krankenhäusern an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben. Dazu kommen noch 190 Sterbefälle in den Seniorenheimen. Wie in der gesamten Region gehen aber die Zahlen der neuen Patienten stets zurück. 880 Patienten werden noch stationär behandelt, das sind zehn weniger als gestern. 125 von ihnen bedürfen einer intensivmedizinischen Betreuung. Innerhalb der letzten 24 Stunden wurden 26 Patienten nach Hause entlassen. Seit Anfang der Corona-Epidemie waren das 1458.