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Luxemburg impft ab 30 Jahren mit Astrazeneca

Corona-Maßnahmen hinter der Grenze : Luxemburger ab 30 Jahren können sich mit Astrazeneca impfen lassen

Luxemburg hält an Öffnungsstrategie fest und will auch Jüngeren ein Impfangebot machen – unter bestimmten Bedingungen.

Immer mehr Menschen unter 55 Jahren leiden in Luxemburg an einem schweren Corona-Verlauf. Deshalb wird die Regierung ihre Impfstrategie ändern. Das hat der Regierungsrat am Freitag beschlossen. Nach Aussagen von Premier Xavier Bettel können sich ab dieser Woche Menschen zwischen 30 und 54 Jahre in die Impfliste eintragen, um freiwillig mit AstraZeneca geimpft zu werden. „Ungenutzte Impfdosen im Kühlschrank zu lassen ist im Wettlauf gegen die Pandemie unverantwortlich“, sagte Bettel. Somit sollen die bereits gelieferten Dosen von AstraZeneca auch jüngeren Menschen angeboten werden. Das gilt auch für Impflinge ohne Vorerkrankungen und unabhängig von ihrer Berufsgruppe.  Außerdem kann AstraZeneca auch für die zweite Impfung verwendet werden, wenn die Person diesen Impfstoff bei der ersten Dosis bereits verabreicht bekam.

Darüber hinaus berichtete Bettel von einer stabilen Lage im Großherzogtum. Das gilt sowohl für die Inzidenzzahl als auch für die Zahl der Covid-Patienten auf den Intensivstationen. „Außerdem zeigen die Untersuchungen in den Kläranlagen, wo das Abwasser auf ihre Viruskonzentration analysiert wird, erfreuliche Ergebnisse“, meinte der Regierungschef. Der Trend gehe deutlich nach unten und entspreche aktuell den Werten aus dem vergangenen Sommer, als die Pandemie abflachte. Dennoch solle man vorsichtig bleiben. Auch die Ostertage hätten zu keinem starken Anstieg der Infektionszahlen, berichtete der stellvertretende Gesundheitsminister Romain Schneider.

Deshalb hält die luxemburgische Regierung an ihrem Öffnungskurs fest. Die Außengastronomie bleibt unter strengen Auflagen geöffnet. Musik- und Tanzvereine dürfen wieder proben, allerdings mit einer maximalen Zahl von zehn Teilnehmern. Schulklassen dürfen wieder den Schwimmunterricht besuchen. Die beschlossenen Maßnahmen gelten bis Mitte Mai. Danach werde über weitere mögliche Öffnungsschritte beraten.