Landeszentrale bietet 26 Veranstaltungen zu Griechenland

Landeszentrale bietet 26 Veranstaltungen zu Griechenland

Der Regisseur Renato Mordo (1894-1955) prägte das Theater in Darmstadt, die Mainzer Oper und förderte die Sopranistin Maria Callas in Athen: Das Leben des jüdischen Flüchtlings Mordo während der Nazi-Diktatur ist eines der Hauptthemen des Griechenland-Schwerpunkts der rheinland-pfälzischen Landeszentrale für politische Bildung.

„In dem Lebenslauf bündelt sich die griechisch-deutsch-jüdische Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wie unter einem Brennglas“, sagte Kurator Torsten Israel am Donnerstag in Mainz. Die Ausstellung über Mordos Künstlerleben „im Zeitalter der Extreme“ wird am 14. Mai in der Gedenkstätte KZ Osthofen eröffnet. Ein Buch dazu soll im Spätsommer folgen.

Ein anderer Höhepunkt und zugleich der Auftakt der 26 Griechenland-Veranstaltungen im ersten Halbjahr 2020 ist der griechische Dokumentarfilm „Blumen welken früh - Das Massaker von Kakopetros vom 28. August 1944“. Er werde zusammen mit der Filmautorin Vicky Arvelaki aus Chania (Kreta) am 21. Januar erstmals in Deutschland gezeigt. Die deutsche Besatzung Griechenlands, der griechische Widerstand sowie das Schicksal der jüdischen Gemeinde Kretas sind das Thema einer Studienreise für Lehrer und ähnliche Berufsgruppen im April.

Die anderen Veranstaltungen - wie Filme, Vorträge und Lesungen - befassen sich mit Griechenland in der Finanzkrise, der Wiege der Demokratie, Philosophie und Theater. Es geht auch um den griechischen Bürgerkrieg (1943-1949) sowie um den Wittelsbacher König Otto von Griechenland, in dessen Beamten- und Militärapparat viele Menschen aus dem heutigen Rheinland-Pfalz zu finden gewesen seien, wie Bernhard Kukatzki sagte, Direktor der Landeszentrale. Sie bietet jedes Halbjahr einen neuen Schwerpunkt.

Programm des Griechenland-Schwerpunkts der Landeszentrale 1. Halbjahr 2020