Konrad Wolf will Demokratiebildung und Gedenkarbeit ausbauen

Konrad Wolf will Demokratiebildung und Gedenkarbeit ausbauen

Weiterbildungsminister Konrad Wolf (SPD) will Demokratiebildung und Gedenkarbeit in Rheinland-Pfalz ausbauen. Dank der vor zwei Jahren neu eingeführten Förderung organisierten die Volkshochschulen und andere Weiterbildungsträger zur Demokratiebildung bereits in diesem Jahr etwa 20 Projekte, sagte Wolf im Redaktionsgespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.

„Das ist ein Thema, das ganz viele Menschen in ganz verschiedenem Alter umtreibt.“

Dies gelte gerade auch mit Blick auf Debatten in den sozialen Medien. „Wir müssen noch lernen, dass es für die Gesellschaft nicht nur schlecht ist, jemanden direkt ins Gesicht zu sagen „Du bist ein Idiot“, sondern dass es auch schlecht ist, wenn wir das beispielsweise in sozialen Medien schreiben.“ Der Respekt gegenüber einer abstrakten Person müsse genauso hoch sein wie der gegenüber einer Person, die einem real gegenüber stehe, sagte Wolf. Geplant sei es, auch in den Bibliotheken im Land, die sich zunehmend zu digitalen Orten entwickelten, die Bildungsarbeit zu stärken.

Zugleich sollen mehr authentische Orte als Gedenkorte genutzt und miteinander verknüpft werden. Als Beispiele nannte Wolf das ehemalige Gestapo-Hauptquartier in Trier sowie einen Soldaten-Friedhof bei Bad Kreuznach, der gemeinsam mit der Kriegsgräberfürsorge zu einem außerschulischen Lernort gestaltet werden solle.

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