Kommungen im Saarland erhöhen seit Jahren die Grundsteuer

Studie : Saar-Kommunen haben seit 2013 die Grundsteuer erhöht

Im Zeitraum zwischen 2013 und 2018 haben einer Untersuchung zufolge alle Kommunen im Saarland die Grundsteuer auf bebaute oder bebaubare Grundstücke erhöht.

Das geht aus der am Dienstag veröffentlichten Erhebung der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst&Young hervor. Im Schnitt liegt der Hebesatz der Kommunen im Land für die Grundsteuer B bei 417 Prozent (Ende 2018). Damit liegt das Saarland bundesweit auf Platz vier. Spitzenreiter unter den Flächenländern ist Nordrhein-Westfalen mit einem Wert von 540 Prozent.

Zur Berechnung der Grundsteuer B wird ein individueller Wert ermittelt, der beispielsweise von der Ausstattung sowie Größe des Hauses und des Grundstückes abhängt. Der Steuermessbetrag wird dann mit dem jeweiligen, von der Kommune selbst festgelegten Hebesatz multipliziert. Daraus ergibt sich dann die zu zahlende Grundsteuer B, die eine wichtige Einnahmequelle für Städte und Gemeinden ist. Sie trifft so gut wie alle - sowohl Hausbesitzer als auch Mieter über die Mietnebenkosten.

Je Einwohner ergab sich dadurch laut Studie im Jahr 2018 im Saarland eine Steuerbelastung von durchschnittlich 152 Euro (NRW: 206 Euro). Auf den niedrigsten Wert bei den für die Berechnung wichtigen Hebesätzen kam landesweit Perl mit 320 Prozent, auf den höchsten Gersheim im Saarpfalz-Kreis mit 680 Prozent.

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