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Warndt Weekend mit Jodeldiplom

Großrosseln. Das Warndt Weekend wächst und wächst. 60 Veranstalter auf beiden Seiten der Grenze laden die Besucher zu rund 50 Terminen ein, darunter auch viel Neues. Der Eurodistrict rechnet mit etwa 25 000 Gästen. Alexander Manderscheid

Das Programm der 15. Auflage des Warndt Weekends steht: Rund 50 Veranstaltungen wird es am verlängerten Wochenende vom 4. bis 7. Juni geben, ausgewogen verteilt zwischen deutscher und französischer Seite in der Grenzregion, wie Isabelle Prianon, die Geschäftsführerin des Eurodistrict SaarMoselle, erklärt. Der Eurodistrict ist der übergeordnete Veranstalter, der die Koordination und die Organisation übernimmt und dafür über ein Budget von rund 27 000 Euro verfügt. Das dürfte reichen, wie Isabelle Prianon abschätzt, wobei damit auch Grenzen gesetzt seien, etwa bei der Werbung, die überregional zu kostspielig sei. Ohnehin stelle die Kommunikation schon den größten Posten dar. Darüber hinaus fließe Geld beispielsweise in die Anschubfinanzierung von Vereinen, die sich zum ersten Mal mit einer Aktion am Warndt Weekend beteiligen. Aber die liege pro Fall nur bei einem kleinen Betrag von 100 bis vielleicht 300 Euro, so Prianon, als Stütze, damit sie ihren Termin bewältigen können. Denn den müssen die Partner, also die Vereine, Kommunen oder andere Gruppen, selbst stemmen, ob finanziell oder organisatorisch.

Diesmal sind es rund 60 Partner, die mitmachen. Auf sie werden etwa 25 000 Besucher zukommen, wie Isabelle Prianon schätzt, "wobei natürlich das Wetter eine wichtige Rolle spielen wird". Die meisten Veranstaltungen passieren unter freiem Himmel. Während das Weekend in den ersten Jahren vor allem in Deutschland Anklang gefunden habe, gebe es inzwischen immer mehr französische Besucher, die im Zuge einer Veranstaltung gleich noch zwei oder drei weitere dranhängen und auch über die Grenze gehen: "Das freut uns sehr." Zwar habe es der Eurodistrict noch nicht geschafft, dass alle Veranstaltungen auch zweisprachig funktionieren, doch bei rund 80 Prozent sei das schon gelungen, erklärt Prianon weiter. Unter Umständen werde auch mal ein Dolmetscher engagiert, etwa bei der Führung im Warndtdom. Wie es mit den Sprachen bestellt ist, wird im Programm gekennzeichnet sein.

Die Warndtdom-Führung zählt inzwischen zu den Klassikern. Auch Genusswanderungen wird es wieder geben, vom Schloss Saarbrücken bis nach Forbach oder bei Hombourg-Haut samt Küchenchef, Anekdoten zum Lauschen und einem Konzert zum Finale. Und bei den Wanderungen können wir auch gleich bleiben, wenn es um die Neuerungen geht: Isabelle Prianon hebt die Jodelwanderung heraus, einen Ausflug mit fünf Stationen, an denen die Teilnehmer ein "Jodeldiplom" erwerben können. Ein lothringisches Bauernhaus öffnet zur Besichtigung seine Pforten, ein Kunsthandwerkermarkt lockt nach Dourd'hal.

Vorgestellt wird das Programm offiziell am 12. Mai und steht ab dann im Internet zum Download bereit.

saarmoselle.org