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Verwaltungsrichter stoppen Gas-Kraftwerk in Saargemünd

Verwaltungsrichter stoppen Gas-Kraftwerk in Saargemünd

. Das Projekt eines Mega-Gaskraftwerks in Saargemünd-Hambach steht nun endgültig vor dem Aus. Der Pariser Conseil d'Etat, oberstes Verwaltungsgericht Frankreichs, erklärte nach Angaben des Metzer "Republicain Lorrain" sowohl die 2010 erteilte Baugenehmigung als auch die Betriebserlaubnis des Stromerzeugers Direct Energie für das Kraftwerk für ungültig.

Es bestätigte damit vorangegangene Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Straßburg und des Berufungsgerichts in Nancy. Damit geht ein fast sieben Jahre währender Streit zwischen Befürwortern und Gegnern des Projekts zu Ende. Laut "Républicain Lorrain" wollte die Unternehmensgruppe Direct Energie 770 Millionen Euro investieren und 50 Arbeitsplätze schaffen. Gegen das Projekt wandten sich mehrere Bürgermeister und lothringische und saarländische Umweltschützer. Sie warnten vor den Umweltbelastungen, unter anderem durch das Kühlwasser. Stündlich müssten 1,1 Millionen Liter Wasser von der Saar für die Kühlsysteme abgepumpt werden, so die Bürgerinitiative gegen Umweltverschmutzung in Saargemünd . Direct Energie überlege, ein anderes Kraftwerk in Hambach zu planen, hieß es.