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Sushi in Frankreich: Cora Supermarkt für zwei Millionen Euro renoviert

Einkaufen in Frankreich : Forbacher Cora Supermarkt will mit Sushi und warmen Gerichten punkten

Die Renovierung im Cora Supermarkt in Forbach nähert sich dem Abschluss: Für zwei Millionen Euro hat die Filiale vor allem in neue Kühltheken investiert. Besonders für Fans von Fisch, Biowaren und japanischer Gerichte könnte sich ein Abstecher nun lohnen.

Die Umbau- und Renovierungsarbeiten im Großsupermarkt Cora im französischen Forbach werden nun abgeschlossen. Pünktlich zur Rentrée gibt es eine größere Sushi-Ecke sowie einen größeren Bio-Bereich. Der Traiteur-Stand für Partyservice führt dann auch warme Gerichte. Beinahe komplett ausgetauscht sind die alten, offenen Kühltheken gegen Kühlregale mit transparenten Türen.

Die Renovierung hat etwa zwei Millionen Euro gekostet. „Wir haben die Arbeiten gebraucht“, räumt Pascal Berthiaux, seit Februar 2020 Direktor der Forbacher Filiale, ein. „Das Einkaufszentrum B’est ist ganz neu, der Leclerc in Betting wurde komplett renoviert“, zählt er auf. Im Vergleich dazu stach der Forbacher Cora-Supermarkt mit in die Jahre gekommenen, durchweg offenen Kühltruhen – welche die Mitarbeiter auch im Sommer in dicken Pullis bestückten –, nicht gerade als modern hervor. Eingeweiht wurde der Hypermarché, in dem heute rund 320 Frauen und Männer arbeiten, im Jahr 1984.

Die Pandemie hat auch der grenznahen Filiale zu schaffen gemacht. „Wir haben schon einmal viele deutsche Kunden verloren, allein wegen der Probleme an den Grenzen, dann wegen der Unsicherheit und der Auslastungsgrenzen“, erklärt Berthiaux. „Im vergangenen Jahr haben wir etwa fünf Prozent Umsatz verloren“, sagt er. Einzelhandelsriesen allgemein hätten Verluste gehabt, wären kleine Geschäfte sehr gut zugelegt hätten.

Der Supermarkt im grenznahen Forbach ist auch bei Saarländerinnen und Saarländern beliebt. Den Anteil der Deutschen an der Gesamtkundschaft schätzt Berthiaux im Jahr auf etwa 20 Prozent. Bei ihnen seien neben Käse und Fisch vor allem die Italienischen Wochen beliebt, die vier Mal im Jahr stattfinden, und die regelmäßige Weinmesse.

Aber auch Wasser ziehe die Einkaufswilligen über die Grenze: Manche würden den kompletten Kofferraum voll Wasserflaschen laden, andere kauften hier ihren Gartenpool. Besonders gefragt ist die Fischtheke, die bei den jüngsten Renovierungsarbeiten mit Luftbefeuchtung inklusive Kaltluft erneuert wurde. Schon vor dem Umbau sei die Fischtheke der Forbacher Filiale laut Berthiaux unter den drei beliebtesten der französischen Kette gewesen. Auch aufgrund der saarländischen Kundschaft.

Aber auch im Zentrum von Forbach hat die Kette Pläne: Am 6. Oktober ist dort die Eröffnung eines kleinen Markts nur mit Bioprodukten geplant. Verkauft werden sollen hauptsächlich Waren der Marken Bjorg und Alnatura.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Cora-Supermarkt in Forbach ist schicker geworden