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Steigendes Grundwasser bedroht Dörfer im Kohlebecken Lothringens

Steigendes Grundwasser bedroht Dörfer im Kohlebecken Lothringens

Nach dem Abstellen der Grubenwasserpumpen im Jahr 2006 steigt der Grundwasserspiegel in der Gegend von Creutzwald , rund um die ehemalige Kohlegrube La Houve, stärker als gedacht. Rund 15 Gemeinden könnten langfristig von Überschwemmungen bedroht sein, berichtete gestern der Metzer "Républicain Lorrain".

Das Blatt berief sich auf den Forbacher Unter-Präfekten Michel Heuze, der Bürgermeistern die Lage anhand neuester Erkenntnisse der Behörden erklärte. Die Hauptursache liegt demnach im gesunkenen Wasserverbrauch. Zum einen benötige das Total-Chemiewerk in Carling, früher ein Großverbraucher, inzwischen sehr viel weniger Wasser, zum anderen hätten andere Industrien den Betrieb eingestellt. Zudem seien auch die Privathaushalte im Umgang mit Wasser sparsamer geworden. 2056 drohten 15 Gemeinden mit den Fundamenten im Wasser zu stehen, hätten die Behörden als schlimmstmögliches Szenario berechnet, so der Unter-Präfekt. Die Bürgermeister sehen sich nun genötigt, ihre Bebauungspläne zu ändern. Sie sehen den Staat in der Pflicht, das Abpumpen des Grubenwassers weiter zu finanzieren. Nur zum Schutz bestehender Bauten werde der Staat das übernehmen, so Heuze. In ferner Zukunft werde auch Forbach vom Wasser erreicht, hieß es.