Alltag zwischen Gebet, Seelsorge und Gehirnjogging Zu Besuch bei den Ordensschwestern: So leben die Nonnen der Kapelle Heilig Kreuz in Forbach

Exklusiv | Forbach · Ihr Tag wird durch die Gebetszeiten strukturiert, ihre Tür ist immer offen. Beim SZ-Besuch berichten die Schwestern Yolande und Thérèse über ihren Weg zur Kirche, was die Besucher der Kapelle auf dem Herzen liegt und was sie machen, wenn es Mitte in der Nacht bei ihnen klingelt.

So leben die Nonnen Yolanda und Thérèse in Forbach
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So leben die Schwestern Yolanda und Thérèse in der Forbacher Kapelle zum Heiligen Kreuz

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Foto: Robby Lorenz

Es geht auf Pflastersteinen steil nach oben. Auf einem Felsblock steht die Kapelle Heilig Kreuz. Unterhalb rauscht die Autobahn Richtung Saarbrücken, oben zwitschern Vögel, und die Sonne dringt an vielen Stellen durch den Schatten der hochgewachsenen Bäume. Der Ort ist ruhig, irgendwie zeitlos. Jakobswegpilger und Gottesdienstbesucher kommen hierher. Manche regelmäßig, manche nur einmal, manche aus Versehen. An manchen Tagen kommen viele, an manch anderen keiner. Egal, was der Tag bringt, Schwester Yolande und Schwester Thérèse sind immer da. Beide Nonnen gehören dem Orden der Vorsehung des Heiligen Andreas von Peltre an, kümmern sich um die Kapelle und leben hier. Die Tür ist immer offen. Auch nachdem die Kapelle am Abend geschlossen ist, bleiben die Nonnen Anlaufstelle für jeden, der es braucht. Schwester Yolande erzählt von einem Pärchen, das in einer Nacht klingelte. „Sie waren auf dem Jakobsweg und wollten in Forbach Halt machen, hatten die Zeit aber unterschätzt, um rechtzeitig vor der Nacht eine Unterkunft zu erreichen“, sagt sie. „Sie hatten ein Zelt dabei und fragten, ob sie das vor der Kapelle aufschlagen dürften.“ Die Antwort war natürlich ja, und es gab am nächsten Morgen für die Reisenden noch Frühstück dazu. Der Dienst an Gott und den Mitmenschen kennt keinen Feierabend.