Lothringen: Investmentfonds übernimmt Zoo von Amnéville

Kostenpflichtiger Inhalt: Nach Skandalen : Investmentfonds übernimmt Zoo von Amnéville

Der Zoo im lothringischen Amnéville soll weiter existieren. Ein Investmentfonds wird den Zoo übernehmen und den Großteil der geschätzt 53 Millionen Euro Schulden tilgen.

Die Zukunft des skandalgebeutelten Zoo von Amnéville ist vorerst gesichert. Wie der Républicain Lorrain an diesem Freitagvormittag online berichtet, wird der französische Investmentfonds Prudentia Capital den lothringischen Zoo zu 82 Prozent übernehmen und einen Teil der Schulden, die insgesamt 53 Millionen Euro betragen sollen, tilgen. Außerdem sollen alle Angestellten übernommen werden. Damit hat die Kammer für Handelssachen des Tribunal de Grande Instance in Metz die Änderung eines Tilgungsplan bewilligt, den die Direktion der Kammer Mitte Dezember vorgestellt hatte.

Die viel besuchte Einrichtung war Anfang Dezember in die Schlagzeilen der Großregion geraten, nachdem der Radiosender France Bleu Lorraine umfangreiche Recherchen über umfangreiche Missstände veröffentlicht hatte. Demnach warfen ehemalige Angestellte dem Zoo eine Reihe von Vergehen vor, die von Misswirtschaft über Umweltverschmutzung bis hin zum Verstoß gegen das Tierwohl reichten. Laut den Berichten von France Bleu Lorraine sollen unter anderem illegale Tierbestattungen auf dem Zoogelände stattgefunden haben, regelmäßig Abwasser aus Gehegen in den umgebenden Wald geleitet worden und finanzielle Ungereimtheiten aufgetreten sein. In der Folge waren 120 ehemalige Zoomitarbeiter vor das Arbeitsgericht gezogen.