1. Saarland
  2. Blick zum Nachbarn
  3. Blick nach Frankreich

Französische Atomaufsicht räumt Informationslücken ein

Französische Atomaufsicht räumt Informationslücken ein

Die französische Atomaufsichtsbehörde ASN hat größere Informationslücken über Zwischenfälle bei Atomkraftwerken eingeräumt. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Sylvia Kotting-Uhl hervor, über die der "Spiegel" berichtet.

Die Behörde erklärte, man könne über die Jahre 2006 bis 2010 für das Akw Cattenom und zwischen 2005 und 2010 für das Akw Fessenheim nicht angeben, in welchem Reaktorblock sich Zwischenfälle zugetragen hätten. Diese Zuordnung sei "schwierig", entschuldigte sich die Behörde. Das Akw Fessenheim war Anfang März in die Schlagzeilen geraten, als deutsche Medien über einen gravierenden Störfall im April 2014 berichteten. Diesen soll die ASN in seiner Dimension falsch bewertet haben. "Würde die französische Aufsichtsbehörde nicht ständig beide Augen zudrücken, wären beide Meiler schon lange stillgelegt", sagt Kottig-Uhl.