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Corona Moselle: Wofür Jugendliche in Frankreich jetzt den Gesundheitspass brauchen

Neue Corona-Regeln hinter der Grenze : Wofür Jugendliche in Frankreich jetzt den Gesundheitspass brauchen

Im Département Moselle gibt es inzwischen eine erhöhte Impfbereitschaft bei Jugendlichen. 51 Prozent der 12- bis 17-Jährigen sind gegen Corona geimpft. Der Grund dafür ist vor allem eine Neuerung bei den Corona-Regeln.

Über die Hälfte der Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren sind im Département Moselle vollständig gegen Corona geimpft. Das hat Parvine Lacombe, Stabschefin der Präfektur in Metz, am Dienstag (21.September) bei einer Pressekonferenz mitgeteilt. „Wir haben aktuell in dieser Altersgruppe eine Impfquote von 51 Prozent“, sagte sie. 67 Prozent haben die erste Impfdosis verabreicht bekommen. Und Lacombe erwartet eine Steigerung der Impfquote in den kommenden Tagen.

Denn ab dem 30. September müssen auch diese Jugendlichen einen Nachweis über Impfung, Genesung oder negativen Test vorweisen, wenn sie zum Beispiel in die Kneipe, in einen Freizeitparkt oder ins Kino wollen. Bisher galt die Regel nur für Erwachsene. Und ab Mitte Oktober sollen die Tests in Frankreich kostenpflichtig werden, sodass sich jetzt viele Jugendliche noch rechtzeitig vor den Herbstferien impfen lassen wollen.

Noch wird in Moselle aber weiterhin viel getestet, um die 50 000 Tests werden dort pro Woche durchgeführt. Die Positivität liegt laut der regionalen Gesundheitsbehörde ARS bei 1,5 Prozent und der Inzidenzwert stabil bei 86 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tage. Zurzeit befinden sich im Département 115 Menschen aufgrund einer Corona-Erkrankung im Krankenhaus. 31 von ihnen müssen intensivmedizinisch betreut werden. Parvine Lacombe warnte aber, sich wegen der stabilen Lage nachlässig zu zeigen. „Wir brauchen nach wie vor die Abstand- und Hygieneregeln“, sagte sie. Die Maskenpflicht gilt in Moselle weiterhin im Freien, wenn sich viele Menschen ansammeln, zum Beispiel auf dem Wochenmarkt oder bei Fußballspielen.

Gute Nachrichten kommen aus dem Metzer Krankenhaus CHR. Dort gilt seit dem 15. September wie in allen französischen Kliniken die Impfpflicht für das Personal. Im CHR liegt die Quote der vollständig Geimpften bei 98,5 Prozent, wie Leiterin Marie-Odile Saillard bekannt gab. Unter den Ärzten, Hebammen und Medizinstudenten habe man sogar die hundertprozentige Impfquote erreicht. „Wir sind sehr froh, dass unsere Überzeugungsarbeit gefruchtet hat“, so Saillard.