18. Oktober bis 14. Dezember : Festspiele Ludwigshafen beginnen

Die Festspiele Ludwigshafen starten heute und laufen bis zum 14. Dezember im Pfalzbau. Zur Eröffnung tanzt das Israel Ballet, das selten in Deutschland gastiert, „Black Swan“ von Andonis Foniadakis und „Nova Carmen“ von Sharon Eyal.

Den Stücken liegen die Werke von Peter Tschaikowsky („Schwanensee“) und Georges Bizet („Carmen“) zugrunde (19.30 Uhr). Mit Spannung dürfte auch das Gastspiel des Berliner Ensembles mit Bertolt Brechts und Kurt Weills „Dreigroschenoper“ im Pfalzbau erwartet werden. In der Inszenierung von US-Regisseur Robert Wilson amüsieren Angela Winkler („Die Blechtrommel“) als kokette Spelunken-Jenny und Jürgen Holtz („Motzki“) als scheinheiliger Moralapostel Jonathan Peachum (9./10./11. November).

Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek zieht in ihrem Stück „Am Königsweg“ Parallelen zur Selbstinszenierung von US-Präsident Donald Trump. Das Deutsche Schauspielhaus Hamburg will darin die Frage ausloten, ob Rechtspopulismus und Superkapitalismus immer gemeinsam auftreten (1./2. November). Spektakulär könnte Sidi Larbi Cherkaouis Inszenierung „Sutra“ werden, die inspiriert ist von Präzision und Schönheit der Shaolin-Kampfkunst (19./20. November).

Diskussionen ergänzen das Programm, etwa mit dem Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) über „Identität“ (18.11.). Der Sozialwissenschaftler Jan Philipp Reemtsma liest aus den Werken von Arno Schmidt (13.11.).
www.theater-im-pfalzbau.de