Musik Eröffnungskonzert des Rheingau Musik Festivals

Eltville · Unter dem Motto „Sommer voller Musik“ erklingt wieder eines der großen Musikfestivals Europas beidseits des Rheins. Zum Auftakt lauschten auch zwei Ministerpräsidenten den Klängen.

Mit einem ausverkauften Konzert im Kloster Eberbach bei Eltville im hessischen Rheingau hat am Samstagabend das Rheingau Musik Festival (RMF) begonnen. Rund 1400 Zuhörer lauschten in der mittelalterlichen Basilika dem Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks. Auch die Ministerpräsidenten von Hessen und Nordrhein-Westfalen, Boris Rhein und Hendrik Wüst (beide CDU), haben den Auftakt von einem der größten Konzertreigen Deutschlands verfolgt. Auf dem Programm standen ganz im Zeichen tschechischer Romantik Antonín Dvořáks Violinkonzert a-Moll op. 53 mit dem Geiger Christian Tetzlaff und Bedřich Smetanas Sinfonische Dichtung Má vlast.

Hessens Regierungschef und Festivalschirmherr Rhein betonte mit Blick auf die 155 geplanten Konzerte an 24 Spielstätten beidseits des Rheins in Hessen und Rheinland-Pfalz bis zum 7. September: „Für mich ist das Rheingau Musik Festival eine Liebeserklärung. An die Kraft unserer Kultur, an unseren schönen Rheingau und unser schönes Hessen.“ Dass es das RMF immer wieder schaffe, weltbekannte Musiker zu verpflichten, spreche für seinen guten Ruf und beschere den Zuhörerinnen und Zuhörern unvergessliche Momente, ergänzte Rhein.

Es ist die 37. Festivalsaison in Schlössern, Kirchen, Weingütern und an anderen Orten. Erstmals gibt es zwei Eröffnungskonzerte - mit unterschiedlichem Programm: Nach dem Auftakt im Kloster Eberbach sollte ein zweites ausverkauftes Konzert an diesem Sonntag (23. Juni) im Kurhaus Wiesbaden erklingen.

Bereits mehr als 100 000 seiner gut 140 000 Eintrittskarten hatte das RMF nach eigenen Angaben vorab verkauft. Der Festivaletat belaufe sich auf acht Millionen Euro, wovon nur 25 000 Euro Steuergeld seien. Im Wesentlichen finanzieren Sponsoring, Kartenverkauf und Förderverein den Konzertreigen. Das Motto des RMF lautet „Sommer voller Musik“.

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(dpa)