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Corona-Patienten aus Lothringen werden zurück in Metzer Krankenhaus verlegt

Kostenpflichtiger Inhalt: Patienten-Verlegungen : Erste Covid-Patienten nach Metz zurückverlegt

Mittlerweile mehr als 1000 Verstorbene in den Pflegeheimen in Region Grand Est.

68 Covid-Patienten aus dem grenznahen Département Moselle waren in den vergangenen Wochen in andere französische Regionen und ins Ausland gebracht worden, um die Aufnahmekapazitäten der Intensivstationen vor der Überlastung zu bewahren. Sechs von ihnen sind gestorben. Doch einige konnten auch bereits wieder nach Lothringen verlegt werden. Das hat die Leitung des Metzer Krankenhauses bei einer Pressekonferenz mitgeteilt. Deutschland, Luxemburg und Österreich hatten Beamtungspatienten aus Metz aufgenommen. Aus Salzburg konnte der erste Patient zurück in seine Heimat verlegt werden. Sein Zustand sei gut, teilte die Krankenhausleiterin Marie-Odile Saillard mit. Er werde in Metz auf einer regulären Station behandelt. Sie sei zuversichtlich, dass er in den kommenden Tagen nach Hause entlassen werde. Da sich die Lage im Krankenhaus durch einer sinkende Anzahl von Covid-Patienten etwas entspannt, zeigt sich auch dadurch, dass Operationen wieder terminiert werden, die wegen der Corona-Krise abgesagt worden waren. In erster Linie handele sich um Eingriffe, die dringend geworden seien, so Saillard.

Mittlerweile hat die Grenzregion Grand Est den Höhepunkt der Epidemie erreicht. Seit rund zwei Wochen waren keine Verlegungen mehr von Patienten nötig und es werden immer weniger Patienten wegen einer Corona-Erkrankungen in den Kliniken eingewiesen. Die Todeszahlen steigen aber weiter, wenn auch langsamer. Insgesamt sind seit Anfang der Epidemie 2160 Menschen an der Folge der Erkrankung in den Kliniken der Region Grand Est gestorben. Dazu kommen noch 1127 Senioren, die in den Pflegeheimen starben. Das gab die regionale Gesundheitsbehörde ARS jetzt bekannt. Anders als die Zahlen der Sterbefälle in den Kliniken, werden die Fälle in den Heimen nicht täglich kommuniziert. Am Wochenende lag die Zahl noch bei 771.

Insgesamt werden in den Kliniken der Regionen zurzeit 4993 Menschen wegen Covid-19 stationär behandelt, 872 davon auf den Intensivstationen.