1. Saarland
  2. Blick zum Nachbarn

Corona: Mehr als 4000 Todesfälle in der Grenzregion Grand Est

Kostenpflichtiger Inhalt: Lage in der Grenzregion : Grand Est trauert um 4093 Corona-Opfer und bereitet sich auf die nächste Phase vor

Am 11. Mai soll der Lockdown schrittweise aufgehoben werden. An der Grenze statten sich die Gemeinden mit Masken aus.

Während im Saarland bereits einige Geschäfte wieder öffnen durften, bereitet sich auch die französische Grenzregion Grand Est auf die ersten Lockerungen vor. Bisher durften in Frankreich nur Geschäfte geöffnet bleiben, welche die Grundversorgung gewährleisten, wie etwa Supermärkte und Apotheken. Ab dem 11. Mai soll es weitere Lockerungen der strengen Auflagen geben. Doch auch bis dahin dürfen die Kommunen einige Dienste wieder anbieten. Im Gemeindeverband Metz Métropole nehmen zum Beispiele einige Wertstoffhöfe bereits ab dieser Woche den Betrieb wieder auf. Außerdem werden in vielen Gemeinden zurzeit große Maskenbestellungen aufgegeben, um in zwei Wochen möglichst viele Bürger damit ausstatten zu können. Ob in Frankreich nach dem Lockdown eine Maskenpflicht nach deutschem oder luxemburgischen Modell kommt, ist noch unklar.

Immer noch steigt die Zahl der Menschen, die in der Grenzregion Grand Est im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind. Nach Angaben der französischen Regierung wurden bis heute 4093 Todesfälle verzeichnet, 2737 in den Kliniken, 1356 in den Seniorenheimen. Die Zahl der Menschen, die noch stationär behandelt werden, liegt stabil bei 4246. 643 von ihnen befinden sich auf der Intensivstation. In den letzten 24 Stunden wurden 42 Menschen nach Hause entlassen. Insgesamt steigt die Zahl der Entlassungen somit auf 7274.

Im Grenzdépartement Moselle sind bereits 626 Covid-Patienten in den Krankenhäusern seit Anfang der Epidemie gestorben. Dazu kommen noch 176 Sterbefälle in den Pflegeheimen. Aktuell werden noch 890 Menschen wegen einer Erkrankung mit dem Coronavirus stationär behandelt. Das sind fünf weniger als am Vortag. 130 unter ihnen bedürfen einer intensivmedizinischen Behandlung. Seit vergangenem Sonntag (26. April) wurden 19 Menschen nach Hause entlassen, seit Beginn der Covid-19-Pandemie sind es 1432 gewesen.