Busfahrerstreik in Rheinland-Pfalz geht weiter

Ausfälle und Verspätungen erwartet : Mehrere hundert Busfahrer demonstrieren in Mainz

In Rheinland-Pfalz müssen sich Pendler und Schüler wegen eines Streiks von Busfahrern privater Unternehmen auch am Montag auf Verzögerungen einstellen.

Mehrere hundert Mitarbeiter privater Busunternehmen haben in Mainz für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. Sie forderten zudem die Einführung des sogenannten ÖPNV-Indexes nach dem Vorbild Hessens. Dort wird der öffentliche Nahverkehr vom Land bezuschusst. Auch Tarifsteigerungen würden zum Teil ausgeglichen, teilte die Gewerkschaft Verdi mit.

Sie hatte die Mitarbeiter am frühen Montagmorgen zum Streik aufgerufen. In vielen Städten und Landkreisen in Rheinland-Pfalz blieben die Busse in den Depots. Laut Gewerkschaft versammelten sich am Montagmorgen etwa 500 Teilnehmer zu dem Demonstrationszug. Mit Trillerpfeifen und Transparenten zogen die Demonstrierenden zum Wirtschaftsministerium.

Die Vereinigung der Arbeitgeberverbände Verkehrsgewerbe (VAV) Rheinland-Pfalz, unterstützte die Forderung nach einem ÖPNV-Index. „Das ist seit Jahren unsere Kernforderung“, sagte Heiko Nagel, Geschäftsführer der VAV, am Montag. Die geforderten Tarifsteigerungen könne die Unternehmerschaft alleine nicht schultern. „Vielleicht ist das das Signal, dass die Politik braucht.“

Verdi fordert unter anderem eine Bezahlung unfreiwilliger Pausen zwischen den Fahrten für die mehr als 9000 Beschäftigten privater Busunternehmen. Zudem will die Gewerkschaft ein 13. Monatsgehalt, mehr Urlaubsgeld sowie höhere Zuschläge für Nacht-, Feiertags- und Wochenendarbeit durchsetzen. Neben privaten Busunternehmen betreffen die Verhandlungen auch Speditionen, Logistikunternehmen sowie Kurier-, Express- und Postdienstleister.