BUND begrüßt Klimanotstand-Votum in Landau

BUND begrüßt Klimanotstand-Votum in Landau

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Entscheidung der Stadt Landau begrüßt, als erste Kommune in Rheinland-Pfalz den Klimanotstand zu erklären. „Landau kann ein Vorbild für andere Städte in Rheinland-Pfalz und das Land selbst sein.

Hierfür ist allerdings nicht die Ausrufung des Klimanotstands entscheidend, sondern was die Stadt nun wirklich tut“, teilte Landesvorsitzende Sabine Yacoub am Mittwoch in Mainz mit. Der BUND erwarte, dass nun alle Handlungen der Stadt auf ihre Auswirkungen auf das Klima geprüft und entsprechend angepasst würden.

„Ziel sollte eine autofreie Stadt mit einem guten ÖPNV- und Radnetz sein“, betonte Yacoub. „Dann ist auch noch mehr Platz für innerstädtisches Grün und weitere Bäume. Diese wirken nicht nur dem Klimawandel entgegen, sie senken auch die Temperatur in der Stadt und erhöhen die Lebensqualität“, meinte die BUND-Landesvorsitzende.

Der Stadtrat von Landau hatte am Dienstagabend mit großer Mehrheit einem Antrag von Grünen, CDU und FDP zugestimmt und den Klimanotstand ausgerufen. Geplant sind etwa der Ausbau des Bus-Angebots und der Fahrradinfrastruktur sowie das Pflanzen von 500 Bäumen. Bei Neubauten wie Garagen oder Carports sollen begrünte Dächer Pflicht werden. Kritikern des Beschlusses sind die Pläne zu wenig konkret.

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