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Bluttat in Zweibrücken: Ermittler sehen keinen Zusammenhang zwischen Tat und politischer Gesinnung

Messerattacke in Zweibrücken : Ermittler: „Kein Zusammenhang zu politischer Gesinnung“

Ein 34-Jähriger, Mitglied der rechten Szene, soll in der Nacht auf Montag seinen Nachbarn (40) in Zweibrücken mit einem Fleischermesser erstochen haben. Jetzt äußerten sich die Ermittler zu einem möglichen rechten Tatmotiv.

Ein tödlicher Messerangriff eines Mannes auf seinen Nachbarn in Zweibrücken hat den Ermittlern zufolge wohl keinen politischen Hintergrund. Nach bisherigen Erkenntnissen stehe die Tat in „keinerlei Zusammenhang mit der politischen Gesinnung des Beschuldigten“, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Die Auswertung von Bildmaterial habe zwar ergeben, dass der 34-jährige Deutsche 2019 an mehreren Veranstaltungen der rechten Szene teilgenommen habe, die vorliegende Tat stehe damit aber nicht im Zusammenhang.

Der 34-Jährige soll in der Nacht zum Montag seinen 40 Jahre alten Nachbarn mit einem Fleischermesser erstochen haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des Totschlags. Demnach war es in der Wohnung des Beschuldigten zunächst zu einem Streit zwischen dem 34-Jährigen und seiner Mutter gekommen. Die Mutter habe daraufhin die Wohnung verlassen.

Der 40-Jährige sei gemeinsam mit weiteren Nachbarn zu der Wohnung gegangen, um den 34-Jährigen wegen des lauten Streits zur Rede zu stellen. Dabei habe sich der 40-Jährige gewaltsam Zutritt zur Wohnung verschafft und die Wohnungstür zerstört, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Beschuldigte räumte die Tat der Polizei zufolge ein. Der Stich sei jedoch in Verteidigungsabsicht geschehen.

(dpa)