Ausstellung soll Bundesgartenschau 2029 anschaulich machen

Ausstellung soll Bundesgartenschau 2029 anschaulich machen

Rund 108 Millionen Euro sollen in die Bundesgartenschau (Buga) 2029 im Welterbe Oberes Mittelrheintal fließen - wie könnte die Blumenschau an 67 Flusskilometern aussehen? Das zeigt eine Ausstellung, die in drei unterschiedlich großen Versionen durch zahlreiche Kommunen im Rheintal zwischen Koblenz und Rüdesheim beziehungsweise Bingen wandern soll.

Erstmals eröffnet wird sie an diesem Montagabend (16.9.) vom rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz (SPD) in der Koblenzer Festung Ehrenbreitstein, wie sein Ministerium mitteilte.

27 Tafeln mit Text und Fotos zeigen laut der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz Konzept, Zeitplan und mögliche Standorte der Buga. „Bürgermeister können die Ausstellung gratis zum Beispiel für ihre Bürgerhäuser bekommen, um mit den Leuten ins Gespräch zu kommen“, sagt Andreas Jöckel von der Agentur. Diese betont: „Um ihren Ort „Buga-fit“ zu machen, sollten die Kommunen bereits 2020 ihre eigenen Ziele definieren und Fördermöglichkeiten zu deren Finanzierung ausloten.“ Es gehe um „Überlegungen zu öffentlichen Räumen und Grünflächen, Inwertsetzung von kulturellem Erbe und Freizeitangeboten sowie Gastgewerbe und touristischer Organisationsstruktur“.

Laut der Ausstellung könnte die Buga 2029 einen 30-jährigen Prozess auslösen: Die zehnjährige Vorbereitung solle noch in den 20 Jahren danach für positive Folgen im Tal sorgen. Die Buga werde zur „Triebfeder für neue Formen der Mobilität, für die Weiterentwicklung von Veranstaltungsorten, den Ausbau der digitalen Infrastruktur sowie die Ertüchtigung oder Sanierung touristischer Angebote oder Attraktionen“. Es gibt aber auch kritische Töne, etwa zum Bahnlärm im schalltrichterartigen Welterbe-Tal: „Er führt zu Abwanderungen und hält Touristen von längeren Aufenthalten mit Übernachtungen ab.“

Konzept Buga 2029

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