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3722 Menschen sind in der Grenzregion Grand Est am Coronavirus gestorben

3722 Corona-Opfer in Grand Est : Immer mehr Covid-Patienten kehren zurück nach Grand Est

Mehrere europäische Länder hatten Corona-Patienten aus der Nachbarregion Grand Est aufgenommen. Jetzt kehren die ersten zurück nach Frankreich. Die Zahl der Corona-Toten in der Grenzregion stieg auf 3722.

Nach und nach werden sie wieder in ihre Heimat verlegt. Aus Deutschland, Österreich, Südfrankreich und heute aus Luxemburg kommen die Corona-Patienten nach und nach zurück in die Region Grand Est. „Wir freuen uns, dass der erste Covid-Patient, den wir aus Frankreich aufgenommen hatten, heute wieder in seine Heimat ins Elsass zurückverlegt werden kann“, schreibt das Team des luxemburgischen Krankenhauses Robert-Schuman auf seiner Facebook-Seite. Nach einem Monat im Krankenhaus werde er jetzt eine Reha machen.

Nicht alle am Coronavirus erkrankten Patienten hatten soviel Glück. In den Krankenhäusern der Grenzregion Grand Est starben seit Anfang der Epidemie bisher 2 564 Menschen an ihrer Erkrankung mit dem Coronavirus. Dazu kommen noch 1158 Todesfälle in den Seniorenheimen. Zurzeit werden noch 4545 Menschen in den Kliniken der Region stationär behandelt, 712 auf der Intensivstation. Im Grenzdépartement Moselle wurden bisher 586 Todesfälle verzeichnet. Innerhalb der letzten 24 Stunden starben sieben Menschen an den Folgen ihrer Covid-19-Erkrankung. Mit 988 stationär behandelten Patienten setzt sich der Rückgang der Fällen mit schwerem Verlauf aber fort.

Bis zum 11. Mai gilt in Frankreich die Ausgangssperre. Danach sollen Lockerungen wie etwa der Schulunterricht für manche Stufen nach und nach erfolgen. Während in Deutschland alle Bundesländer mittlerweile eine Mundschutz-Pflicht verordnet haben, gilt bei unseren französischen Nachbarn noch keine Maskenpflicht. Manche Gebietskörperschaften wie etwa das von Corona besonders betroffene Département Haut-Rhin (Colmar/Mühlhausen) haben angefangen, ohne Anweisungen aus Parisa selbstständig Masken zu bestellen. So auch der Gemeindeverband Metz Métropole. In einem Interview mit der Tageszeitung Le Républicain Lorrain bestätigte Präsident Jean-Luc Bohl eine Bestellung von 230 000 Masken aus Stoff, die an alle Einwohner ab drei Jahren verteilt werden sollen. Für die Verteilung an die Einwohner sind die Gemeinden verantwortlich. Zusätzlich dazu hatte der Gemeindeverband bereits 20 000 chirurgische Masken an seinen Bediensteten verteilt, die im Kundenkontakt oder auf offener Straße arbeiten.