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271 Menschen in Grand Est an Corona gestorben

Kostenpflichtiger Inhalt: Immer mehr Tote in Frankreich : Region Grand Est zählt nun 271 Corona-Tote

Die Lage in unserer Nachbarregion Grand Est spitzt sich zu. Die Behörden verzeichnen nun 271 Tote. 80 Menschen werden im Département Moselle auf der Intensivstation behandelt

271 Menschen sind in unserer Nachbarregion Grand Est bisher an den Folgen ihrer Corona-Erkrankung gestorben. Das teilte gestern Abend die regionale Gesundheitsbehörde ARS. Eingerechnet sind Patienten, die vor ihrem Tod positiv getestet waren, und Menschen, von denen vermutet wird, dass ihr Tod in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steht, die aber nicht getestet wurden. 1977 Corona-Patienten werden im Grand Est nach wie vor in Krankenhäusern stationär behandelt, 480 unter ihnen liegen auf der Intensivstation. Im Département Moselle, das an dem Saarland grenzt, befinden sich 80 Patienten in einem schweren Zustand auf der Intensivstation. Durch die Errichtung eines Feldkrankenhauses durch die französische Armee sowie die Beteiligung der privaten Kliniken wurden die Kapazitäten in den vergangenen Tagen stetig aufgestockt. Laut ARS soll die Region Grand Est Anfang der Woche über rund 900 Intensiv-Betten verfügen. Indessen steigt aber auch die Zahl derjenigen, die bereits aus dem Krankenhaus entlassen wurden. Das sind in der gesamten Region Grand Est nun 402 Menschen.

Im Kampf gegen das Coronavirus bekommt seit dem Wochenende die schwer betroffene Region Grand Est auch Unterstützung von seinen Nachbarn. Neben dem Saarland wollen auch Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Luxemburg und die Schweiz französische Corona-Patienten in ihren Kliniken aufnehmen. „Die außergewöhnliche Solidarität, die unsere Nachbarn an den Tag legen, zeigt, wie wertvoll die Beziehungen sind, die seit Jahren am Oberrhein und in der Grossregion geknüpft wurden“, sagten ARS-Chef Christophe Lannelongue und die Präfektin von Grand Est, Josiane Chevalier. Diese Unterstützung sei unabdingbar, um den Ansturm an Patienten in den Kliniken des Grand Est zu stemmen. Auch der Präsident der Region Grand Est, Jean Rottner, stellte anhand dieser Kooperation fest: „Europa existiert in der Krise. Das ist beruhigend!“