1. Saarland

Bis zum Abend in der Schule bleiben

Bis zum Abend in der Schule bleiben

Herrensohr. Die Oberbürgermeisterin kam mit leichter Verspätung, so dass einige Jungs noch ein bisschen fröhlichen Unfug mit der Blockflöte anstellen konnten. Dann jedoch kam Charlotte Britz, und ein einstudiertes Stück begrüßte sie zu einem freudigen Anlass. Ebenso wie die vielen Kinder, die ihren Trommeln wunderbare Rhythmen entlockten

Herrensohr. Die Oberbürgermeisterin kam mit leichter Verspätung, so dass einige Jungs noch ein bisschen fröhlichen Unfug mit der Blockflöte anstellen konnten. Dann jedoch kam Charlotte Britz, und ein einstudiertes Stück begrüßte sie zu einem freudigen Anlass. Ebenso wie die vielen Kinder, die ihren Trommeln wunderbare Rhythmen entlockten. Beim Termin am Dienstagmorgen im Hort an der Grundschule Herrensohr auch mit dabei: die Regionalverbandsbeigeordnete Elfriede Nikodemus, Schulleiterin Elisabeth Wickert, Karin Montag, die Leiterin des sozialpädagogischen Bereichs (Hort), Schuldezernent Eric Schrader sowie Bezirksbürgermeister Walter Rodermann. Saarbrücken baut zum neuen Schuljahr sein Bildungsangebot aus, verbessert die Förder- und Betreuungsmöglichkeiten an der Herrensohrer Grundschule sowie an der Saarbrücker Grundschule Max Ophüls. An beiden Standorten hat die Landeshauptstadt Freiwillige Ganztagsschulen (FGTS) eingerichtet. Die bisherigen städtischen Horte werden im Rahmen des Förderprogramms "Freiwillige Ganztagsschule 2010" des Landes als "Kooperationsmodell Schule-Jugendhilfe" in die Grundschulen integriert. Den dazugehörigen Kooperationsvertrag haben nun gestern Charlotte Britz und Elfriede Nikodemus als Grundlage für den Betrieb der Ganztagsgrundschule unterzeichnet. Das Kooperationsmodell ist vorerst auf drei Jahre angelegt. Charlotte Britz ist der Meinung, dass hier in Sachen Qualität eine Schippe draufgelegt wurde, denn: "Unterricht und Nachmittagsbetreuung, Lern-, Förder- und Freizeitphasen können in der Ganztagsschule besser verzahnt und aufeinander abgestimmt werden." Elfriede Nikodemus betonte, dass der Regionalverband jährlich 180 000 Euro für die Betreuung beisteuern wird. Von der Einbindung des Hort-Angebotes an den Grundschulen profitierten sowohl die Eltern als auch die Kinder. Die insgesamt 160 Hortplätze an den genannten Standorten werden im Rahmen des Kooperationsmodells zu 200 Ganztagsschulplätzen erweitert; 80 Plätze in vier Gruppen stehen in Herrensohr zur Verfügung. Qualifizierte Fachkräfte für das Förder- und Freizeitprogramm am Nachmittag werden vom Hort in die Ganztagsschule übernommen. Die Wochenstundenzahl der Mitarbeiter wird um 20 Prozent erhöht. Dank der Unterstützung des Landes werden Lehrer für die Hausaufgabenbetreuung eingesetzt. 20 Lehrerwochenstunden stehen in Herrensohr zur Verfügung. Die Herrensohrer Schule ist bis 17 Uhr geöffnet, Elternbeiträge werden in den Schulwochen nicht erhoben. Ab 14 Uhr machen n die Kinder ihrer Hausaufgaben, danach beginnt das sozialpädagogische Freizeit- und Förderangebot. Die Personalkosten in Höhe von 475 000 Euro für die beiden neuen Ganztagsschulen teilen sich Land, Regionalverband und Landeshauptstadt. Die notwendigen Umbauarbeiten - in Herrensohr schlagen sie mit 440 000 Euro zu Buche - werden aus dem Konjunkturprogramm finanziert.