Bierbaum verzichtet auf Kandidatur für Linken-Landesvorsitz

Bierbaum verzichtet auf Kandidatur für Linken-Landesvorsitz

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Linken im Landtag, Heinz Bierbaum, wird beim Parteitag am Samstag nicht für den Landesvorsitz kandidieren. Er sehe „keine Grundlage für eine Kandidatur, die allein das Ziel gehabt hätte, die Partei wieder zusammenzuführen“, erklärte der 66-Jährige gestern.

"Weder wird das Ausmaß der Probleme gesehen, noch gibt es auch nur ein Minimum an Bereitschaft, aufeinander zuzugehen und zu tragfähigen Lösungen zu kommen." Einzige Bewerberin für den Landesvorsitz ist bislang die Abgeordnete Astrid Schramm.

Bierbaum erklärte weiter, er habe seine Kandidatur "als Angebot" verstanden und immer daran gebunden, dass es dafür eine breite Mehrheit gibt. Der nach den Vorkommnissen bei der Aufstellung der Bundestagswahl-Liste erforderliche Verständigungsprozesses setze allerdings die Einsicht voraus, dass sich die Partei in einer Krise befinde, sowie die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen. "Insbesondere bedingt dies aber auch eine politische Kultur, die durch Offenheit, gegenseitigen Respekt und Sachbezogenheit und nicht durch persönliche Diffamierung gekennzeichnet ist."