1. Saarland

Bezirksrat: Weiter Unklarheit, wer "Im Wittum" bauen wird

Bezirksrat: Weiter Unklarheit, wer "Im Wittum" bauen wird

Saarbrücken. Wer will "Im Wittum" in Alt-Saarbrücken investieren, bauen, wohnen? Richtig schlau wurden die Mitglieder des Bezirksrates Mitte auf ihrer jüngsten Sitzung nicht

Saarbrücken. Wer will "Im Wittum" in Alt-Saarbrücken investieren, bauen, wohnen? Richtig schlau wurden die Mitglieder des Bezirksrates Mitte auf ihrer jüngsten Sitzung nicht. Die Verwaltung, die den rechtskräftigen Bebauungsplan von 2003 weiter ntwickeln und im Hinblick auf neue Anforderungen ändern möchte, konnte als potenziellen Akteur lediglich die bereits öffentlich aufgetretene Bauherrengemeinschaft "Wohnen im Wittum" nennen, die Interesse am Bau eines Hauses mit bis zu 20 Einheiten bekundet hatte. Wer sich für den großen Rest des brach liegenden, 1,6 Hektar großen Areals im Straßen-Viereck François-/Gärtner-/Heuduck- und Werderstraße begeistern könnte, bleibt damit weiter offen. Die Stadtverwaltung ist indes fest entschlossen, dass in dem "Blockinnenbereich" (der früher einmal als Gewerbebereich gedacht war) künftig gewohnt werden soll, und zwar überwiegend in größeren Reihenhäusern. In der Vorlage der Verwaltung heißt es, man wolle ein "sozial gemischtes Quartier" schaffen.Gegenüber dem Plan von 2003 sind nun drei statt zwei Vollgeschosse vorgesehen, außerdem Tiefgaragen und oberirdische Parkplätze. Um Erschließungskosten zu sparen, soll die Verbindungsstraße zwischen Heuduck- und Françoisstraße von neun auf sechs Meter Breite schrumpfen.

Der Bezirksrat Mitte wurde zu der geplanten Änderung des Bebauungsplanes lediglich gehört. Er hat keine Entscheidungsgewalt. Bei vier Enthaltungen der Linken und zwei aus der SPD zeigte er sein Einverständnis mit dem Vorhaben. Auf Initiative von Bezirksbürgermeisterin Christa Piper (SPD) wurde die Verwaltung aufgefordert, die Bevölkerung mit einer öffentlichen Veranstaltung bei der Planoffenlegung über alles Notwendige zu informieren. Das war im Sinne von fast einem Dutzend Anliegern, die dem Vorhaben mit teilweise gemischten Gefühlen entgegensehen, weil sie ihre bisherige Ruhe schwinden sehen. wp