1. Saarland

Bexbachs historischer Bahnhof muss saniert werden

Bexbachs historischer Bahnhof muss saniert werden

Ohne entsprechende Nachrüstung beim Brandschutz steht die weitere Nutzung nicht auf rechtlich einwandfreier Basis: Der Ortsrat Bexbach-Mitte machte sich vor Ort ein Bild vom Zustand des historischen Bahnhofs.

Wie geht es weiter mit dem Bexbacher Bahnhof? Darüber wollte sich der Ortsrat Bexbach unter Leitung von Ortsvorsteher Franz-Josef Müller (CDU) am Mittwochabend selbst vor Ort ein Bild machen. Als Ansprechpartner der Stadt standen Thomas Schneider und Georg Zintel vom Bauamt der Stadt Rede und Antwort. Zum Hintergrund: Bexbach ist Eigentümerin des Bahnhofs, des ältesten im Saarland. Doch der Zustand des Gebäude ist stark sanierungsbedürftig. Anlässlich der November-Sitzung des Bexbacher Stadtrates war die Entscheidung gefallen, ein entsprechendes Gutachten anfertigen zu lassen (wir berichteten). Klar ist derzeit, dass ohne eine entsprechende Nachrüstung im Bereich Brandschutz keine weitere Nutzung auf rechtlich einwandfreier Basis machbar ist. Zu diesem Brandschutzkonzept, so Georg Zintel, gäbe es auch einen ersten Entwurf. Der sehe unter anderem einen zweiten Fluchtweg vor. Der soll mittels eines neuen Treppenhauses im Inneren des Gebäudes verwirklicht werden. Zintel: "Das alte Treppenhaus soll dann als zweiter Rettungsweg dienen."

Wichtig für den Bexbacher Ortsrat: Wie sehen die Nutzungspläne für den Bahnhof nach seiner Sanierung aus? Gegenwärtig ist das denkmalgeschützte Anwesen Heimat des Chors Gleis 1 und der Modellbahnfreunde Bexbach. Immerhin bestehe, so CDU-Fraktionssprecher Ludwig Baßler, ein gültiges Nutzungsverhältnis der Modellbahnfreunde für den Bahnhof. Die Antwort von Thomas Schneider: "In der Sanierungszeit kann der Verein das Gebäude nicht nutzen." Man gehe seitens der Verwaltung aber davon aus, dass man nach Ende dieser Baumaßnahmen dem Verein im Obergeschoss Räumlichkeiten zu Verfügung stellen könnte. Derzeit belegen die Modellbahnfreunde auch noch einen Teil des Erdgeschosses. Dieses muss aber, um entsprechende Fördermittel bei der Sanierung zu erhalten, einer öffentlichen Nutzung zugesprochen werden. Wie diese aussehen könne, so Schneider, werde auch anlässlich des Projektes "Aktive Stadt" diskutiert. "Und da gibt es viele und tolle Ideen", so der Fachbereichsleiter.