Betreiber will das Spaßbad Calypso bis 2016 weiterführen

Betreiber will das Spaßbad Calypso bis 2016 weiterführen

Saarbrücken. Die Firma S & S Spaßbad Saarbrücken GmbH gedenkt, das Saarbrücker Erlebnisbad Calypso zumindest bis zum Jahr 2016 zu betreiben. Warum so lange? "Weil wir überzeugt sind, dass wir einen sehr guten Job machen", brachte es der neue S & S-Geschäftsführer Hans-Heinrich Blöcker bei einem Antritts-Pressegespräch vor wenigen Tagen auf den Punkt

Saarbrücken. Die Firma S & S Spaßbad Saarbrücken GmbH gedenkt, das Saarbrücker Erlebnisbad Calypso zumindest bis zum Jahr 2016 zu betreiben. Warum so lange? "Weil wir überzeugt sind, dass wir einen sehr guten Job machen", brachte es der neue S & S-Geschäftsführer Hans-Heinrich Blöcker bei einem Antritts-Pressegespräch vor wenigen Tagen auf den Punkt.

Diese Aussage überrascht insoweit, als in der öffentlichen Diskussion um die Zukunft der Einrichtung immer die Rede davon war (auch von Seiten des Calypso), der Betreibervertrag laufe 2012 aus. Es gibt in Kommunalpolitik und Verwaltung der Stadt ernsthafte Überlegungen, das Bad danach von der städtischen Bäderbetriebsgesellschaft Saarbrücken (BBS) führen zu lassen. Blöcker sieht allerdings keine Veranlassung, sich mit solch einem Szenario zu beschäftigen. Der Pachtvertrag von S & S mit dem Eigentümer des Bades, nämlich der städtischen Firma Kommunalanlagen und Beratung Saarbrücken (KBS), laufe nämlich erst 2016 aus und nicht 2012. In 14 Tagen stünden Gespräche mit der KBS an, um das zukünftige Verhältnis zu klären. Er hofft, sagte Blöcker, dass man zu einer schnellen Einigung komme. Hintergrund dürfte dieser sein: Bevor S & S an größere Investitionen ins Bad denkt, um weiteres Gästepotenzial zu erschließen, will das Unternehmen auf Jahre hinaus Planungssicherheit haben. Das wäre auch im Sinne der etwa 100 Mitarbeiter, davon 50 feste. Für die ist es bisweilen irritierend oder gar etwas herabsetzend, wenn die Verwaltung erklärt, die Stadt wolle beim Calypso jährlich eine halbe Million Euro pro Jahr sparen. Das kann sich so anhören, als ob nicht gut genug gearbeitet werde.

Der neue S & S-Geschäftsführer (und Gesellschafter) Blöcker löste zum 1. Februar den sechs Jahre in denselben Funktionen tätigen Gregor Korda ab. Dieser habe sich aus persönlichen Gründen zurückgezogen, hieß es.

Der gebürtige Schleswig-Holsteiner Blöcker, 50, zählt dem Vernehmen nach zu den Vertrauten des Calypso-Initiators Friedhelm Raatz. Er ist seit 1990 als Entwickler und Betreiber in der Freizeitbranche tätig, unter anderem in Scharbeutz/Timmendorfer Strand, in Plettenberg und Fürstenwalde.

"Ich kann ein Bad lesen", erklärt der Manager eine wichtige Fähigkeit und kündigt an, das Calypso demnächst als Gast inkognito zu inspizieren: "Die meisten Mitarbeiter kennen mich noch nicht in der Badehose." Die Aufgabe in Saarbrücken will er an zwei bis drei Tagen in der Woche meistern, unterstützt von Sabrina Fischer (Betriebsleitung) und Stefanie Koch (Marketing). Blöcker managt gleichzeitig ein Spaßbad in Neckarsulm.

Wie er sagte, hat das Calypso im vorigen Jahr 390 000 Besucher gehabt, das sei eine gute Auslastung. Vor allem die Sauna mit 160 000 Gästen stehe im bundesweiten Vergleich sehr gut da. wp

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