Besucherrekord zum Abschluss-Konzert

Besucherrekord zum Abschluss-Konzert

Püttlingen. Die Band "Brothers in Arms" heißt nicht zufällig so wie ein Album der weltberühmten britischen Band "Dire Straits" (1977-1995). "Brothers in Arms" spielt "Dire-Straits"-Songs und sorgte damit am Freitagabend für den reinsten Massenansturm auf den Püttlinger Kulturbahnhof: Die Straße in Richtung Völklingen war nahtlos zugeparkt

Püttlingen. Die Band "Brothers in Arms" heißt nicht zufällig so wie ein Album der weltberühmten britischen Band "Dire Straits" (1977-1995). "Brothers in Arms" spielt "Dire-Straits"-Songs und sorgte damit am Freitagabend für den reinsten Massenansturm auf den Püttlinger Kulturbahnhof: Die Straße in Richtung Völklingen war nahtlos zugeparkt."Achtung, Großveranstaltung", stand da auf einem Schild - eigentlich waren ja das "Stadtfeschd" und die Kirmes gemeint, aber die Warnung passte hervorragend zum Abschlusskonzert im Sommerfahrplan 2011 des Kulturforums. Die Leute strömten nur so herbei und standen dicht an dicht rundum. Petra Fixemer, Sekretärin des Kulturforums, kam mit dem Gästezählen kaum noch nach.

Wie bei jedem Konzert saß sie mit Stift und Papier bewaffnet am Tisch und führte die Strichliste. Als Geschäftsführerin Heike Kolling-Krumm ans Mikro trat, um die Musiker aus dem Rhein-Main-Gebiet als Nachfolger der legendären englischen Band vorzustellen, kam Petra Fixemer bereits auf 670 Leute, also fast so viele wie bei der Saisoneröffnung (700 beim Thomas-Blug-Trio).

Dann ging alles ganz fix: Das Quartett schritt zur Bühne. Bassist Andy Doc Kraus von Kopf bis Fuß inklusiv Gitarre ganz in Schwarz. Die anderen - Sänger Andreas Al Leisner, Tom Willow (Keyboard), Oly Wahner (Drums) - in schlichten weißen T-Shirts. Als Farbfleck in der Mitte glänzte Leisners Gitarre in Türkis.

Die Show lief ohne viel Brimborium: Tom Willow riss die Arme hoch, rief "Welcome!" und dass man die hotteste Band sei, und schon war man mit "Down to the waterline" und "Espresso" mittendrin in der Parade der Hits.

Quasi aus dem Stand zog die Band das Publikum in ihren Bann. Das Publikum war diesmal nicht so bunt gemischt wie bei den üblichen Open-Air-Veranstaltungen. Es waren in erster Linie Fans der "Dire Straits" da, und die fühlten sich bei den "Brothers in Arms" bestens aufgehoben. Weil alles so war wie bei den berühmten Vorbildern: optisch, akustisch und vor allem vom Gefühl her. "Du meinst gerade, die würden selbst spielen. Die Stimme, der Auftritt alles passt, die sind mit Leib und Seele dabei", schwärmte ein Musiker aus Köllerbach. Sein Kollege, der die "Dire Straits" in den 90ern beim Konzert auf der Waldbühne in Berlin erlebt hat, meinte, hier am Bahnhof erlebe er das gleiche Live-Feeling. Alles sei genauso gewesen, "die schöne Atmosphäre, die Musik, es war Sommer…" Schnell lief das Gespräch in die 70er zurück. "Damals war das ein ganz neuer Sound, der hat mich gerüttelt", erinnert sich der eine, und der andere meint, eben, bei dem Solo, wie sich das langsam steigerte, da habe er eine Gänsehaut bekommen.

Die Sekretärin des Kulturforums hat übrigens bei 950 Strichen mit dem Leutezählen aufgehört. Damit war das letzte Konzert eindeutig der Renner im Sommerfahrplan 2011.