1. Saarland

Besser als gedacht

Besser als gedacht

Mit einem neuen Trainer-Duo und 13 Neuzugängen war Verbandsliga-Aufsteiger FC Marpingen in die Spielzeit gestartet. Zur Winterpause belegt der Neuling mit 23 Punkten den elften Tabellenrang. Bis dato, so findet Trainer Frank Kessler, sei der Umbruch gelungen.

Noch im Sommer herrschte rund um das Alstalstadion große Unsicherheit. Wie geht es weiter beim Verbandsliga-Aufsteiger FC Marpingen? Mit der eingefahrenen Meisterschaft in der Landesliga verabschiedeten sich ein halbes Dutzend Leistungsträger und Trainer Bernd Gries. Das neue Trainergespann Frank Kessler und Thomas Alt startete mit dem Ziel, mit den übrig gebliebenen Spielern, den Neuzugängen und den Spielern aus der A-Jugend ein verbandsligataugliches Team zu bilden. "Wenn mir damals jemand gesagt hätte, ihr geht mit 23 Punkten in die Winterpause, hätte ich das sofort unterschrieben", sagt FC Kessler lachend. Doch er mahnt auch. Jetzt dürfe man nicht den Fehler machen und damit zufrieden sein. "Wir haben neun Zähler Vorsprung auf die Abstiegsplätze, mehr auch nicht."

Rückblickend hält er jedoch fest: "Bis jetzt ist der Umbruch in der Mannschaft gelungen." Ebenso spannend wie offen war bei Rundenbeginn die Frage, wie das Trainer-Duo und deren unkonventionelle Arbeitsteilung bei den Spielern ankommt. Kessler betreut das Team bei den Spielen von der Seitenlinie aus, Kollege Alt pendelt rund um den Platz und beobachtet das Verhalten der Akteure aus einem ganz anderen Blickwinkel. "Die nüchterne Betrachtungsweise von außen kommt bei den Jungs sehr gut an und bringt sie weiter", erklärt Kessler. Vor jeder Trainingswoche stecken er und Alt die Köpfe zusammen, tauschen sich aus.

"Die Spieler ziehen gut mit und zeigen Charakter", lobt Kessler. Das Team habe klasse Spiele, wie etwa in Bildstock, gezeigt, aber auch Lehrgeld in den Partien in St. Ingbert, Habach und Ballweiler bezahlt. "Aber das ist normal. Wichtig ist, dass die jungen Spieler die Verluste der letztjährigen Leistungsträger kompensieren konnten", sagt Kessler. Offensiv, mit zwei Spitzen, hat Marpingen die Saison begonnen, später haben die Übungsleiter das Spielsystem auf einen Angreifer reduziert. "Man sollte in der Verbandsliga schon zwei Spielsysteme drauf haben. Diese etwas zu verfeinern, ist vielleicht etwas auf der Strecke geblieben", so Kessler selbstkritisch.

"Wir müssen weiter das Potenzial der Spieler fördern und an den Zukunftsperspektiven arbeiten, damit in Marpingen etwas entsteht", haben sich Kessler und Alt zur Aufgabe gemacht. Mit ins Training sollen nun die A-Jugendlichen einsteigen, die im Sommer in den Aktivenbereich nachrücken. "Nach und nach wollen wir die Jungs so mit einbinden", sagt Kessler. Nur beim Hangarder Turnier tritt der FC Hellas in der Halle an. Am 9. März geht es dann mit der Heimpartie gegen Hüttigweiler in der Liga weiter. Doch der Ungewissheit im Sommer ist längst Zuversicht gewichen.