Sammlungsbewegung: Bereits 36 000 Anmeldungen für Sammlungsbewegung

Sammlungsbewegung : Bereits 36 000 Anmeldungen für Sammlungsbewegung

Der Austritt der Vizechefin Dagmar Ensch-Engel aus der Linken-Landtagsfraktion wird aus Sicht von Fraktionschef Oskar Lafontaine keine negativen Auswirkungen auf die Arbeit der Fraktion haben. Der Austritt sei „auf innerparteiliche Auseinandersetzungen zurückzuführen.

Unabhängig davon arbeitet die Fraktion solide“, sagte Lafontaine gestern in der Landespressekonferenz. Er selbst sei nur für Wahlkämpfe und die Arbeit der Partei zuständig, die Organisation des Landesverbandes obliege anderen. Lafontaine kritisierte allerdings, dass bei Listenaufstellungen für Wahlen in den vergangenen Jahren Mitglieder angeworben wurden, um Mehrheiten zu erhalten.

Seit vergangenem Wochenende sorgt die Linksfraktionschefin im Bundestag und die Ehefrau Lafontaines, Sahra Wagenknecht, zudem mit ihrer Sammlungsbewegung „Aufstehen!“ für Furore. „Ausgangspunkt hierfür ist, dass die mehrheitliche Meinung der Bevölkerung sich parlamentarisch nicht mehr abbildet“, sagte Lafontaine. Die Sammlungsbewegung sei daher ein neuer Anlauf, „der sich bewusst als überparteilich versteht, um die Politik in Deutschland zu verändern“. Der vorläufige Start „ist durchaus erfolgreich gewesen“. Bis gestern Vormittag habe es über 36 000 Anmeldungen gegeben. Die Bewegung finde Zuspruch „von engagierten Menschen, die sich unterschiedlichen Parteien bisher verbunden gefühlt haben“. Das längerfristige Ziel sei „natürlich eine parlamentarische Mehrheit“, sagte Fraktionschef Lafontaine.

Aus den eigenen Reihen habe es zwar Kritik gegeben, dass die Bewegung zu wenig in den eigenen Gremien erörtert wurde, aber als überparteiliche Bewegung sei genau dies nicht vorgesehen. Offizieller Start ist am 4. September.

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