1. Saarland

Bereit für den Dienst am Menschen

Bereit für den Dienst am Menschen

St. Wendel. Es ist kein einfacher Beruf, den sich die 25 Absolventinnen und Absolventen des Altenhilfe-Qualifikations-Zentrum (AQZ) für ihre Zukunft ausgewählt haben. Als frisch examinierte Altenpflegerinnen und -pfleger werden sie für die Betreuung älterer Menschen zuständig sein und ihnen nicht nur Pflegepersonal, sondern auch Vertrauensperson sein

St. Wendel. Es ist kein einfacher Beruf, den sich die 25 Absolventinnen und Absolventen des Altenhilfe-Qualifikations-Zentrum (AQZ) für ihre Zukunft ausgewählt haben. Als frisch examinierte Altenpflegerinnen und -pfleger werden sie für die Betreuung älterer Menschen zuständig sein und ihnen nicht nur Pflegepersonal, sondern auch Vertrauensperson sein. Welch große Verantwortung diese neue Aufgabe mit sich bringen wird, erläuterte Ernst Neff, Leiter des AQZ, bei der Abschlussfeier der frisch examinierten Altenpfleger am vergangenen Freitag im Hospital St. Wendel. "Ihnen steht eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit sowohl mit den pflegebedürftigen Menschen, als auch mit Ihren neuen Kollegen bevor", erläuterte Neff. Dabei sei es nicht nur wichtig, die Würde eines jeden Pflegebedürftigen zu achten, sondern auch dessen Eigenständigkeit so weit wie möglich zu erhalten. Dozent Benedikt Schäfer verfeinerte das von Ernst Neff gezeichnete Bild zusätzlich: "Die Kopfkompetenzen haben Sie, jetzt kommen noch die Herzkompetenzen zum Einsatz."Keine einfache Aufgabe, doch dank der dreijährigen Ausbildung sind die 25 Männer und Frauen nun bestens auf ihre Zukunft vorbereitet.

4600 Stunden bis zum Ziel

2100 Stunden schulischer und 2500 Stunden praktischer Unterricht vermittelte ihnen das, was Schäfer als Kopfkompetenzen bezeichnete. Im Lernfeldsystem unterrichtet, wurden die Absolventinnen und Absolventen nicht nur fachlich, sondern auch praktisch ausgebildet und nicht zuletzt deshalb dürfen sich alle über eine Stelle nach der Ausbildung freuen.

Doch damit nicht genug: Der Leiter des AQZ wartete am vergangenen Freitag mit einer weiteren Aufgabe für die nun ehemaligen Prüflinge auf: "Werben Sie positiv für den Beruf Altenpfleger, denn das Berufsbild hat sich in den letzten zehn Jahren stark verändert." Damit meinte er das neue Selbstverständnis der Altenpfleger, die sich nicht mehr nur als Pflegepersonal, sondern auch als Bezugspersonen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sehen. In der Gesellschaft noch sehr ambivalent betrachtet, hat sich das Berufsfeld in Richtung einer lohnenden und vor allem auch erfüllenden Tätigkeit entwickelt. Und dank des demografischen Wandels sind die Zukunftsaussichten in der Altenpflege sehr gut, denn schon jetzt mangelt es an rund 500 Kräften allein im Saarland. Kein Wunder also, dass die 25 Männer und Frauen die Abschlusszeugnisse und Urkunden ihrer staatlichen Anerkennung freudestrahlend entgegen nahmen und sich schon jetzt auf ihre zukünftigen Aufgaben und Verantwortungen freuen. sick

Auf einen Blick

Die Absolventen: Naomi Abbey-Ewen (Saarbrücken), Lisa-Marie Becker (Langenbach), Ino Bernardouth (Hostenbach), Natasha Bruch (Namborn), Stephanie Dewes (Schmelz), Inesa Dorn (Saarbrücken), Sarah-Gisela Engbarth (Eppelborn), Anja Maria Heintz (Urexweiler), Natalja Henneberg (Saarbrücken), Christina Kammer (Lebach), Sandra Kirsch (Lebach), Nicole Lessel (Wadgassen-Differten), Natascha Ley (Neunkirchen), Daniela Matthias (Ottweiler), Alexander Metel (Saarbrücken), Monika Orman (Nonnweiler-Schwarzenbach), Torsten Piossek (Neunkirchen), Manuela Rausch (Idar Oberstein), Aline Schneider (Oberkirchen), Milena Seegmüller (Elversberg), Christina Thewes (Wadern), Michael Thiel (St. Wendel), Sina Uentze (Rohrbach), Sandra Wagner (Namborn-Hirstein), Daniela Wagner (Ormesheim). sick