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Beim Schlaganfall zählt jede Sekunde

Beim Schlaganfall zählt jede Sekunde

Püttlingen. Im Rahmen der Vortragsreihe "Gesundheit erleben" geht es im Knappschaftsklinikum Saar in Püttlingen diesmal um das Thema "Schlaganfall - jede Sekunde zählt". Los geht's am Donnerstag, 17. Januar, um 18 Uhr im Konferenzraum (8. Obergeschoss)

Püttlingen. Im Rahmen der Vortragsreihe "Gesundheit erleben" geht es im Knappschaftsklinikum Saar in Püttlingen diesmal um das Thema "Schlaganfall - jede Sekunde zählt". Los geht's am Donnerstag, 17. Januar, um 18 Uhr im Konferenzraum (8. Obergeschoss). "Neben dem rechtzeitigen Erkennen eines Schlaganfalls stehen moderne Therapieverfahren im Mittelpunkt des Vortrags: Eine Kooperation mit der Uniklinik ermöglicht, hartnäckige Verschlüsse in der Hirnschlagader mit Hilfe eines Katheters aufzulösen", heißt es in der Einladung. Ebenso werden die neuen Lyse-Therapien in der Püttlinger Stroke Unit den Besuchern erläutert. Im Anschluss wird Dr. Helmut Jäger, Chefarzt der Klinik für Neurologie, dann die Fragen der Besucher beantworten.Der Schlaganfall sei, nach Krebs und Herzerkrankungen, die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Rund 200 000 Mal im Jahr laute die Diagnose Schlaganfall. Das Risiko steige mit zunehmendem Alter. Immer häufiger seien aber auch junge Menschen betroffen. Als Gründe für einen Schlaganfall kommen Arterienverkalkung, Gefäßmissbildungen und Herzfehler in Frage.

In der Pressemitteilung der Klinik wird betont: "Für kaum eine andere Erkrankung ist schnelles Eingreifen so wichtig. Verstopft beispielsweise eine Gehirnarterie durch Fett- oder Kalkablagerungen, werden umliegende Areale nicht mehr mit Blut und Sauerstoff versorgt. Je mehr Zeit verstreicht, umso mehr Gehirngewebe geht dabei für immer verloren. Das Verfahren, um diese Verstopfung aufzulösen, ist die sogenannte Thrombolyse: Neurologen spritzen dem Patienten dabei den Wirkstoff Alteplase in die Vene. Über den Blutkreislauf gelangt er bis zum Blutgerinnsel. Dieses zersetzt sich daraufhin, und die Nährstoffversorgung des Denkorgans ist wieder gewährleistet."

Einige Thromben, die einen Schlaganfall verursachen, lassen sich allerdings mit einer Thrombolyse nicht ausreichend auflösen. Diese können jedoch mit einem Katheter, der bis in die Hirngefäße vorgeschoben wird, entfernt werden.

Bei Schlaganfällen arbeitet die Püttlinger Klinik mit der Homburger Uniklinik zusammen: "Die Kooperation mit der Universitätsklinik in Homburg hat sich hier bestens bewährt. In unserer modernen Stroke Unit (Schlaganfallstation) werden die Patienten bereits vor und während des Transports nach Homburg mittels Lysetherapie auf den Kathetereingriff vorbereitet. Anschließend erfolgt die Rückverlegung in unsere Klinik", schildert Dr. Helmut Jäger. red

Foto: knappschaft