1. Saarland

Beim Parken bitte Gehirn einschalten

Beim Parken bitte Gehirn einschalten

Haben Sie sich schon mal als Fußgänger zwischen einem Außenspiegel und einer Hauswand durchquetschen müssen? Kopfschüttelnd und fluchend, weil ein abgestelltes Vehikel nahezu die ganze Gehwegbreite einnahm? Das haben wohl die meisten schon erlebt, und davon wiederum die meisten sind auch Autofahrer!Nun gut, natürlich hat man unter Zeitdruck schon verzweifelt einen passablen Parkplatz gesucht

Haben Sie sich schon mal als Fußgänger zwischen einem Außenspiegel und einer Hauswand durchquetschen müssen? Kopfschüttelnd und fluchend, weil ein abgestelltes Vehikel nahezu die ganze Gehwegbreite einnahm? Das haben wohl die meisten schon erlebt, und davon wiederum die meisten sind auch Autofahrer!Nun gut, natürlich hat man unter Zeitdruck schon verzweifelt einen passablen Parkplatz gesucht. Aber muss man sich zu jener Falschparker-Spezies gesellen, die hoffnungslos Alzheimer hat? Weil sie total verdrängt, dass das, was Zweibeinern ohne Handicap noch gelingt, Gehbehinderten, Rollstuhlfahrern oder Kinderwagenschiebern verwehrt bleibt? Diese müssten dann verbotenerweise das Hindernis auf der Fahrbahn umkurven. Was zum einen äußerst riskant ist und zum anderen wegen hoher Bordsteinkanten oft gar nicht in Frage kommt. Einzige und zeitraubende Alternative ist da, das städtische Ordnungsamt oder die Polizei anzurufen und auszuharren, bis das hinderliche Gefährt aus dem Weg geräumt ist. Das drohende Verwarnungsgeld (bis zu 35 Euro) hat indes kaum Einfluss aufs Verhalten der Falschparker, wie man täglich wiederkehrend im Stadtbild feststellen kann. Und abgeschleppt wird nur im äußersten Fall.

Deshalb macht eine Pressemitteilung aus dem Rathaus, die dieser Tage auf den Redaktionsschreibtisch geflattert ist, nachdenklich und ratlos zugleich. Immer wieder, so der wohlbekannte Inhalt, beschweren sich Passanten bei der Stadt zu Recht über das Parkverhalten der Autofahrer, die rücksichtslos Gehwege und Durchgänge zustellen. Man ist geneigt, es mit denen zu halten, die hier eine härtere Hand fordern.