1. Saarland

Beim 19. Wettbewerb der Straßenmagier in St. Wendel gewinnt der Spanier Txema.

Zauberfestival in St. Wendel : Selbst die Jury-Mitglieder staunten

Beim 19. Wettbewerb der Straßenmagier in St. Wendel gewinnt der Spanier Txema.

Ein Neuling aus Spanien hat seinen Magierkollegen vor Tausenden Besuchern die Schau gestohlen. Txema startete erstmals beim Internationalen Wettbewerb der Straßenzauberer in St. Wendel und gewann prompt den ersten Preis. „Ich bin super happy“, freute sich der 30-jährige Magier aus Barcelona. In seiner toll durchgestylten Pantomimeschau bot er sensationelle Tricks. „Bei den Effekten habe ich nicht dahinter blicken können“, gestand Juror Eberhard Riese, seines Zeichens Präsident des Magischen Zirkels von Deutschland. Bei Txema verschwanden auf seltsame Weise Dinge wie eine Münze aus einem großen in ein kleines Glas.

Bei der Abschlussgala auf dem Schlossplatz tauchte er als Postbote auf, und seine Armbanduhr landete urplötzlich in einem kleinen Briefkuvert. Und absolut beeindruckend: Er zerkleinerte die Seiten einer Zeitung in Stücke, knetete daraufhin das Papierknäuel in seiner Faust zusammen und zog abschließend wieder die vollständigen und lesbaren Blätter des Werbeblattes heraus. Mit seiner Nummer ist Txema bereits auf der ganzen Welt aufgetreten und hat viele Auszeichnungen abgeräumt. Zuvor legte er seinen Bachelor in Werbung, Public Relation und Marketing ab. „Ich wollte immer Zauberer werden“, sagte Txema, dem das Publikum und die Atmosphäre in St. Wendel gefielen.

Überhaupt war die 19. Auflage des Wettbewerbs eine Veranstaltung, bei der die Debütanten überzeugten. Hinter Festival-Dauerbrenner Ted Mc Koy (Schottland) landete der nicht zu überhörende Saarbrücker Mittelalter-Gaukler Kalibo, der beim ersten Gastspiel gleich das „Wunder zu St. Wendel“ vollbrachte, auf Platz drei. Den Rang teilte er mit Flash Gonzalez aus Chile, der seine stumme Nummer um eine herrlich tollpatschige Angeltour erweitert hatte. Neuling Amazing Georges aus Frankreich und Braidon Morris (Kaiserslautern) gewannen den Sonderpreis für den besten Comedyauftritt. Insgesamt 16 Zauberer aus vier Kontinenten öffneten beim zweitägigen Zauberer-Festival ihre Trickkisten. Sechs Jurymitglieder schauten dabei genau hin und bewerteten unter anderem mit einem Punktesystem die Perfektion der Tricktechnik, den Unterhaltungswert der Darbietung, die Authentizität der Figur und die Originalität. Ohne jeglichen Wettbewerbsdruck waren die Magier dann am Sonntag noch beim Familien-Zauberfest im Einsatz.