Bei der "Rialto-Brücke" ist schon lange was faul

Bei der "Rialto-Brücke" ist schon lange was faul

Wiebelskirchen. Noch fault sie still vor sich hin - die Fußgängerbrücke in der Wiebelskircher Freibach, die "Seiters" mit "dem Dorf" verbindet. Grund für die Hinfälligkeit der gar nicht mal so alten Holzkonstruktion: Irgendwann wurde sie mit weißer Farbe gestrichen, die dem Holz die Luft zum Atmen nahm

Wiebelskirchen. Noch fault sie still vor sich hin - die Fußgängerbrücke in der Wiebelskircher Freibach, die "Seiters" mit "dem Dorf" verbindet. Grund für die Hinfälligkeit der gar nicht mal so alten Holzkonstruktion: Irgendwann wurde sie mit weißer Farbe gestrichen, die dem Holz die Luft zum Atmen nahm. Die Stadt Neunkirchen folgte einem Gutachten, das sie bei der Dekra in Auftrag gegeben hatte, und sperrte die Brücke nach dem Dorffest im vergangenen Juli aus Sicherheitsgründen.Bevor der Übergang - von den Einheimischen wegen seiner geschwungenen Form in Anlehnung an das Venediger Vorbild auch liebevoll als "Rialto-Brücke" bespöttelt - wieder als willkommene Abkürzung dienen kann, müssen unter anderem die Seitenteile komplett erneuert werden. Weil das Geld kostet, wartet man in der Tiefbauabteilung des Rathauses auf grünes Licht vom Kämmerer. Der hat 50 000 Euro in den städtischen Etat 2011 eingestellt, doch das reicht nicht. Weitere 40 000 Euro erwartet man als "Finanzierungshilfe" von einem Konzern, der als Investor in der Wiebelskircher Ortsmitte geschäftlich tätig werden will.

So ist zwar derzeit die Sanierungsplanung an ein Ingenieurbüro vergeben, doch bis zur Auftragsvergabe im Bauausschuss des Stadtrates ist es wohl mehr als ein Katzensprung. So bleibt die Erwartung von Ortsvorsteher Rolf Altpeter, dass man im Juli beim nächsten Dorffest in der Freibach wieder über die Blies trippeln kann, voraussichtlich ein frommer Wunsch. gth