1. Saarland

"Bei der Deutschland soll's klappen"

"Bei der Deutschland soll's klappen"

Riol. Rallyefahrer Dani Sordo und sein Prodrive-Team haben sich zwei Tage lang in den Weinbergen an der Mosel auf die ADAC Deutschland-Rallye eingestimmt. Unweit der Wertungsprüfungen "Stein & Wein" und "Grafschaft" wurde in Brauneberg und Riol getestet. "Wir haben zuvor schon in England intensiv getestet. Und dieser Test war sehr, sehr gut

Riol. Rallyefahrer Dani Sordo und sein Prodrive-Team haben sich zwei Tage lang in den Weinbergen an der Mosel auf die ADAC Deutschland-Rallye eingestimmt. Unweit der Wertungsprüfungen "Stein & Wein" und "Grafschaft" wurde in Brauneberg und Riol getestet. "Wir haben zuvor schon in England intensiv getestet. Und dieser Test war sehr, sehr gut. Wir haben viel am Auto und am Set-up verbessert. Hier werden jetzt auch noch bestimmte Sachen am Fahrzeug ausprobiert", erzählt Sordo. So werden unter anderem verschiedene Details am Fahrwerk-Setup des 300 PS starken Mini Coopers abgestimmt und Reifen-Kombinationen getestet. Immer und immer wieder drehen Sordo und Co-Pilot Carlos del Barrio ihre Runden auf der 3,5 Kilometer langen asphaltierten kurvigen Teststrecke durch die Rioler Weinberge: Rein ins Auto, ein paar schnelle Runden, raus aus dem Auto. Dann die Daten am Computer analysieren, mit den Ingenieuren diskutieren, ein paar Dinge am Auto umbauen und wieder raus auf die Strecke.

Team hat Geldprobleme

Für die Deutschland-Rallye rechnen sich der Spanier und sein Team viel aus. Nach acht von 13 absolvierten Läufen zur Rallye-Weltmeisterschaft belegt der 29-Jährige mit 29 Punkten den neunten Platz in der Fahrerwertung. Dies ist umso erstaunlicher, weil Mini mit einem Mini-Budget agiert. Wegen Sponsoren- und Geldproblemen des Teams mussten vor der Saison Testfahrten abgesagt werden und geplante Ausbaustufen des Fahrzeugs verschoben werden. Bei den WM-Läufen in Mexico, Griechenland und Finnland ging Sordo nicht an den Start. "Bei den Rallyes, die ich gefahren bin, hatte ich aber immer ein gutes Gefühl", erzählt er.

Zum Auftakt landete Sordo in Monte Carlo sogar auf Platz zwei. "Das war ein sehr guter Start für uns", sagte er grinsend. Danach aber hatte er viel Pech: Ein überhitzter Motor bedeutete danach in Schweden das vorzeitige Aus. Am ersten Tag der Rallye Portugal war Sordo der Schnellste nach der Hälfte der Prüfungen. Auf der Überführungsetappe ging am Mini aber ein Pfennigsartikel kaputt, und Sordo fand sich hinterher im Gesamtklassement auf Rang elf wieder. In Neuseeland verlor er durch eine falsche Reifenwahl eine Menge an Zeit und wurde Sechster. "Bei den Rallyes, die ich bisher gefahren bin, kann ich mit den Ergebnisse dennoch zufrieden sein", bilanzierte Sordo den Saisonverlauf. Zumal seine Lieblingsstrecken erst kommen: Für die WM-Läufe auf Asphalt in Deutschland, Frankreich und Spanien sind die Erwartungen des Teams daher auch ziemlich hoch. "Eine Rolle in den Top 3 sollte das Auto schon spielen", meint Prodrive-Teamleiter Dave Wilcock. "Wir wären enttäuscht, wenn es nicht so wäre."

Auch Sordo ist für die Rallye-Deutschland überaus zuversichtlich. "Ja, bei der Deutschland sollte es wieder ganz gut klappen", findet Sordo. Denn der dritte Platz aus dem vergangenen Jahr gibt ihm allen Grund zum Optimismus. "Manche Abschnitte sind mir noch bekannt", blickte er auf die zu absolvierenden Wertungsprüfungen voraus. Dabei ist die Prüfung am Peterberg die einzige WP, die im Saarland gefahren wird. Wilcock erinnert sich sofort. "Die Prüfung war früher schon einmal im Programm", sagt er. Damals, noch bevor Sordo im WM-Zirkus mitfuhr. Nun freuen sie sich auf die Neuauflage. Mit den Testtagen in den Weinbergen waren Sordo und Wilcock jedenfalls zufrieden.

Auf einen Blick

Die Deutschland-Rallye findet vom 24. bis 26. August rund um Trier statt. Auf dem Programm stehen 16 Wertungsprüfungen. Im Saarland findet nur noch eine statt: die rund 9,5 Kilometer lange Wertungsprüfung Peterberg. Sie wird am Samstag um 9 und um 15.45 Uhr gefahren. red