1. Saarland

Tanzwettbewerb: Bei der „Dance Explosion“ zählt allein das Tanzen

Tanzwettbewerb : Bei der „Dance Explosion“ zählt allein das Tanzen

Von Christina Korb-Völke

Unzählige Kinder und Jugendliche haben sich auf der Bühne der Saarbrücker Saarlandhalle versammelt. Ein junger Tänzer gibt ihnen einige Tipps: „Beine kreuzen und dann nach links“. Fast synchron folgen alle seinen Anweisungen. Das Tanzen macht ihnen sichtlich Spaß. Umso mehr, als es sich um einen bekannten Workshop-Leiter handelt. Denn vor ihnen steht Dinipiri Etebu, der sich bereits ins Finale von „Got to Dance“ tanzte und auch schon im Video „Achterbahn“ von Helene Fischer zu sehen war.

Die Show „Dance Explosion“ des Vereins 2. Chance Saarland setzte auch in diesem Jahr mit insgesamt 900 Teilnehmern ein Zeichen gegen Diskriminierung und Faschismus. Seit Jahren engagiert sich der Verein für ein Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung – und von Menschen aus aller Welt. Auch angesichts der politischen Lage eine Notwendigkeit: „Viele in der Gesellschaft können sich momentan nicht entscheiden, wie es mit uns allen weitergehen soll. Aber wir stehen seit neun Jahren hinter diesem Projekt“, betont Gesamtprojektleiter Saeid M. Teimouri und fügt hinzu: „Wir kommen bei dieser Veranstaltung locker auf zehn bis 15 Nationalitäten, darunter Kinder und Jugendliche aus Afrika, Asien, Syrien, der Türkei und aus Europa.“

Unter ihnen befindet sich die 19-jährige Fabienne Müller aus St. Ingbert: „Ich tanze hier selbst mit, trainiere aber auch einige“, plaudert sie mit einem Strahlen im Gesicht. Denn Tanzen macht vor allem eines: gute Laune. „Das ist einfach ein cooles Feeling“, betont Ruffy, der momentan in der Castingshow „Das Supertalent“ zu sehen ist und immer wieder gerne ins Saarland zurückkommt. In der Saarlandhalle zeigt er waghalsige Verbiegungen mit seinem Körper.

Aber auch die zahlreichen Kinder und Jugendlichen stehen ihm mit ihren Darbietungen im Tanzwettbewerb in nichts nach. Die ersten Plätze belegen „The Fusion“ (Kategorie Crew), „The Ferrox“ (Duos), Luka Austin (Krump) sowie Aron Lachmann (Breakdance). Eine gelungene Veranstaltung, die zeigt, dass ein Miteinander ohne Vorurteile möglich ist. Denn die Kinder und Jugendlichen hier interessiert es nicht, wer oder was jemand ist oder woher er kommt. Stattdessen zählt hier vor allem eines: das gemeinsame Tanzen.